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Monatswallfahrten

"375 Jahre Maria Schuss: 1633 - 2008"

Maria Schuß

 

Monatswallfahrten zur "Maria Schuss" in Geseke 2010

 


Weihbischof Matthias König bei der Monatswallfahrt im Februar 2006

Liebe Pilger,

anlässlich des 150. Jahrestages des Geburtstages des Hl. Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, des Schutzheiligen aller Pfarrer der Welt, hat Papst Benedikt XVI. ein „Jahr der Priester“ ausgerufen, „das dazu beitragen möchte, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern“. Da unser Wallfahrtjahr sich nach dem Kalenderjahr richtet, deckt es sich zeitlich nicht ganz mit dem Priesterjahr, aber wir dürfen es mit unserem Gebet begleiten und die Themen des Wallfahrtsjahres daran orientieren.
In seiner Ansprache zum Auftakt des Priesterjahres betonte der Hl. Vater: „Der Glaube an den göttlichen Meister gibt uns die Kraft, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen.“ Mögen auch unsere Wallfahrten in dieser Umbruchzeit für die Gemeinden und die Priester und auch in Ihren persönlichen Anliegen dazu beitragen, Kraft und Vertrauen zu stärken.
„Mit Gottes Hilfe bin ich bereit!“, bekundet der Weihekandidat bei der Priesterweihe auf die Fragen des Bischofs. Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria möge uns diese Antwort auch gelingen auf die Anfragen, die das Leben uns stellt.
Mit besten Segenswünschen und herzlichem Dank für Ihr Mitbeten
 

Ihr Gerald Haringhaus, Stiftspastor

Wallfahrtslieder und Gebete (424 KB)
 

 

Seitdem 1633 die aus dem 15. Jahrhundert stammende Skulptur in die Stiftskirche übertragen wurde, hat die Wallfahrt zu diesem Gnadenbilde Höhen und Tiefen erfahren. Im 18. Jahrhundert erlebte sie eine ungeheure Blüte, sodass am Fest "Maria Schuss" allein bis zu 5000 Kommunikanten gezählt werden konnten.
Viele Stiftungen und Weihegeschenke jener Zeit sind Ausdruck weit verbreiteter Verehrung. Vielen ist das Gnadenbild bis in unsere Zeit ans Herz gewachsen. Ein stilles Gebt, ein kurzes Verweilen mit einer Sorge, eine Kerze anzünden für einen Kranken oder wegen einer Prüfung, für sich allein oder mit den Enkeln oder Kindern, oder einfach nur einmal vorbeischauen - so drückt sich Verbundenheit aus.
Eine große Rolle spielte früher die Messe am Samstagmorgen, die für das ganze Jahr mit einem vollkommenen Ablass versehen war. An allen Samstagen - der Samstag ist in besonderer Weise der Verehrung Marias geweiht, weil er dem Sonntag, dem Tag des Herrn, vorausgeht, - besteht nun wieder die Möglichkeit, die Hl. Messe morgens um 9.00 Uhr am Gnadenaltar mitzufeiern. Die dichte, ruhige, gesammelte und innige Atmosphäre dieser Messfeiern wird von allen als sehr wohltuend empfunden.
Mehrere Beweggründe waren Anlass, die Monatswallfahrten zu beginnen: die Sorge um geistliche Berufe, der Wunsch, einmal im Monat Gelegenheit zu einer "geistlichen Auszeit" von zweieinhalb Stunden mit Anbetung, Rosenkranz, Impulsen durch unterschiedliche Prediger, Beichtgelegenheit etc. anzubieten und in unserem Gnadenbild Maria zu entdecken als Fürsprecherin, bei der wir mit unseren und der Welt Anliegen gut aufgehoben sind. Dabei singen wir die ureigenen Geseker Lieder, die von Kanonikus Schmittdiel getextet und komponiert wurden: Das Rosenkranzlied "Es glänzt ein Licht" und die eigens für das Gnadenbild geschriebenen Lieder "Die Mutter der Schmerzen" und die für die Andacht komponierte, gesteigert gesungene Antiphon " O Maria".

Der Ablauf eines solchen geistlichen Donnerstages gliedert sich Folgendermaßen:

 

17.00 Uhr Aussetzung

17.30 Uhr Rosenkranzgebet

18.00 Uhr Hl. Messe, anschließend Marienlob und allgemeiner Segen mit der Kreuzreliquie, danach gemütliches Beisammensein bei Essen und Trinken im Pfarrsaal.

Gelegenheit zur Beichte und zur Einzelsegnung sind gegeben.

 

Wallfahrtstermine 2010:


07. Januar 2010
„Das Priesterjahr Papst Benedikt XVI.“
Dr. Michael Bredeck, Domvikar, Paderborn


04. Februar 2010
„Die Feier der Priesterweihe“

04. März 2010
„Der Ruf Gottes und die Antwort“
Uwe Wischkony, Regens, Paderborn


08. April 2010
Jubiläum der 100. Monatswallfahrt
H.H. Weihbischof Matthias König

06. Mai 2010
„Die Lebensweise der Ehelosigkeit
um des Himmelreiches willen“
Dirk Salzmann, Präfekt, Paderborn


03. Juni 2010
Fronleichnam


01. Juli 2010
Vorabend des Festes Mariä Heimsuchung


05. August 2010
„Das Gebet um geistliche Berufe“
Andreas Rohde, Leiter der Diözesanstelle
Berufungspastoral, Salzkotten-Oberntudorf


02. September 2010
„Der Priester – ein ‚anderer Christus’“
Dr. Gerd Best, Dechant, Möhnesee


30. September 2010
„Die Sendung des Priester, das Volk Gottes
zu lehren, zu leiten und zu heiligen.
Dr. Thomas Witt, Dechant, Delbrück


04. November 2010
„Der Priester und die Eucharistie“


02. Dezember 2010
„Das priesterliche Amt und das
allgemeine Priestertum“

 

 
Wallfahrtslieder und Gebete (424 KB)
 
 
Die Begebenheiten des Jahres 1633 zeigen Maria als Opfer, als Angeschossene, als Leidende unter den wirren Verhältnissen jener Kriegszeit. So beten wir zu ihr mit der Litanei von Gertrud von le Fort zur Regina Pacis, zur Königin des Friedens um den Frieden für unsere Welt. "Nimm die Welt in deine Arme!" In allen jahrhunderten spiegelt sich in unterschiedlicher Gestalt jene Frau wieder, die ihren toten Sohn in ihren Armen hält. die Begebenheiten des Jahrs 1633 zeigen auch eine Welt, die  auf Heiliges meint verzichten zu können und am eigenen Wahnsinn zugrunde geht. Das Bild der schmerzensreichen Mutter hat den Anschlag überstanden und ist so zur trostreichen Mutter für viele geworden.
 
Die Legende um Maria Schuss

Anno1633, den 29. Oktober, hat Ludwig von Treysa aus dem Hessenlande ein Musquetier unter Hauptmann Mathia Achtersem, Übersteinisch, Hessische Regiment, gegenwärtiges Vesper-Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, Maria, Christum auf dem Schoß haltend, so dazumal in hiesiger Stadt auf dem Hellwege in einem kleinen aufgemauerten Häuslein gestanden, mit vorgebenden blasphemischen Worten: Da "Sitzendes Weib" zu schießen, stehend gegenüber in eines Bürgers Johann Pontness genannt Hilpeken Behausung löset sein Gewehr und trifft es in die linke Schulter, darauf er sobald zur erde gesunken und unsinnig worden, darin er auch verblieben drei Tage: jämmerlich unterdessen gerufen: Heilet das Weib! Heilet das Weib! Endlich in solcher Unsinnigkeit, den 1. November elendig gestorben. Hierauf ist dieses so mirakulöse Bild vom bemeldeten Orte auf diesen ihr zu Ehren erbauten, Altar transferiert worden, wobei die Allmacht Gottes erkenne, ihn fürchte, liebe und durch seine liebe Mutter den Sohn selbst fleißig ehre. Amen

Bischof Dr. Reinhard Marx aus Trier

 

 
Wegweiser:

Geseke liegt an der Autobahn A 44 Dortmund-Kassel und der B 1 ca. 20 Kilometer von Paderborn.  Die Stiftskirche ist tagsüber geöffnet. Pilgergruppen können sich anmelden und Gottesdienste - mit eigenen Zelebranten oder durch Geistliche vor Ort - vereinbaren. Bitte wenden Sie sich dazu an das Stiftspfarramt. Tel: 02942/1223 oder Kontakt[at]stiftskirche-geseke.de

 

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