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Monatswallfahrten

"384 Jahre Maria Schuss: 1633 - 2018"

Maria Schuß

 

Monatswallfahrten zur "Maria Schuss" in Geseke 2018

 


Weihbischof Matthias König bei der Monatswallfahrt im Februar 2006


 

 

Liebe Pilgerinnen und Pilger,

Marienlieder sind Lieder, die Dank und Bitte, Verehrung und Lobpreis Gottes ausdrücken, und sind weltweit an vielen Wallfahrtsorten entstanden. Eines der ältesten  Marienlieder ist der Hymnus Akathistos von Romanos der Melodie aus dem 6. Jahrhundert. Man muss sich vor Augen halten: keine Frau, die jemals auf dieser Erde gelebt hat, ist schon seit so langer Zeit und mir so vielen Liedern besungen worden.

Maria, eine Frau, historisch über Jesus und die Evangelien bezeugt, eine einfache Frau, die `nur` ihren Dienst als Mutter geleistet hat und viel Leid erleben musste: Ihr werden seit über 1700 Jahren unentwegt neue Lieder getextet, komponiert und gesungen. So wollen wir uns in diesem Wallfahrtsjahr der verschiedenen Marienlieder zuwenden und sie im Kontext des Kirchenjahres betrachten
 

Ihr Pfarrer Rainer Stahlhacke

Wallfahrtslieder und Gebete (424 KB)
 

 

Seitdem 1633 die aus dem 15. Jahrhundert stammende Skulptur in die Stiftskirche übertragen wurde, hat die Wallfahrt zu diesem Gnadenbilde Höhen und Tiefen erfahren. Im 18. Jahrhundert erlebte sie eine ungeheure Blüte, sodass am Fest "Maria Schuss" allein bis zu 5000 Kommunikanten gezählt werden konnten.
Viele Stiftungen und Weihegeschenke jener Zeit sind Ausdruck weit verbreiteter Verehrung. Vielen ist das Gnadenbild bis in unsere Zeit ans Herz gewachsen. Ein stilles Gebt, ein kurzes Verweilen mit einer Sorge, eine Kerze anzünden für einen Kranken oder wegen einer Prüfung, für sich allein oder mit den Enkeln oder Kindern, oder einfach nur einmal vorbeischauen - so drückt sich Verbundenheit aus.
Eine große Rolle spielte früher die Messe am Samstagmorgen, die für das ganze Jahr mit einem vollkommenen Ablass versehen war. An allen Samstagen - der Samstag ist in besonderer Weise der Verehrung Marias geweiht, weil er dem Sonntag, dem Tag des Herrn, vorausgeht, - besteht nun wieder die Möglichkeit, die Hl. Messe morgens um 9.00 Uhr am Gnadenaltar mitzufeiern. Die dichte, ruhige, gesammelte und innige Atmosphäre dieser Messfeiern wird von allen als sehr wohltuend empfunden.
Mehrere Beweggründe waren Anlass, die Monatswallfahrten zu beginnen: die Sorge um geistliche Berufe, der Wunsch, einmal im Monat Gelegenheit zu einer "geistlichen Auszeit" von zweieinhalb Stunden mit Anbetung, Rosenkranz, Impulsen durch unterschiedliche Prediger, Beichtgelegenheit etc. anzubieten und in unserem Gnadenbild Maria zu entdecken als Fürsprecherin, bei der wir mit unseren und der Welt Anliegen gut aufgehoben sind. Dabei singen wir die ureigenen Geseker Lieder, die von Kanonikus Schmittdiel getextet und komponiert wurden: Das Rosenkranzlied "Es glänzt ein Licht" und die eigens für das Gnadenbild geschriebenen Lieder "Die Mutter der Schmerzen" und die für die Andacht komponierte, gesteigert gesungene Antiphon " O Maria".

Der Ablauf eines solchen geistlichen Donnerstages gliedert sich folgendermaßen:

 

17:00 Uhr Rosenkranzgebet und Beichtgelegenheit

17:30 Uhr Aussetzung gestaltet vom Gastpriester

18:00 Uhr Hl. Messe, anschließend Marienlob und allgemeiner Segen mit der Kreuzreliquie, danach gemütliches Beisammensein bei Essen und Trinken im Pfarrsaal.

Gelegenheit zur Beichte und zur Einzelsegnung sind gegeben.

 

Wallfahrtstermine 2018:



4. Januar
Ein Bote kommt, der Heil verheißt
Pfarrer Rainer Stahlhacke, Geseke

1. Februar
Wort des Vaters, Licht der Heiden
Pastor Norbert Scheckel, Geseke

1. März
Die Mutter der Schmerzen
N.N.

5. April
Lasst uns erfreuen herzlich sehr
N.N.

3.Mai
Ave Maria zart, du edler
Rosengart
N.N.

7. Juni
Maria, dich lieben
N.N.

5. Juli
Gegrüßet seist du, Königin
N.N.

2. August
Maria aufgenommen ist
N.N.

6. September
Maria, Mutter unseres Herrn
N.N.

4. Oktober
Rosenkranzkönigin
N.N.

8. November
Maria, wir grüßen dich
N.N.

6. Dezember
Maria durch ein Dornwald ging
N.N.

 

 
Wallfahrtslieder und Gebete (424 KB)
 
 
Die Begebenheiten des Jahres 1633 zeigen Maria als Opfer, als Angeschossene, als Leidende unter den wirren Verhältnissen jener Kriegszeit. So beten wir zu ihr mit der Litanei von Gertrud von le Fort zur Regina Pacis, zur Königin des Friedens um den Frieden für unsere Welt. "Nimm die Welt in deine Arme!" In allen jahrhunderten spiegelt sich in unterschiedlicher Gestalt jene Frau wieder, die ihren toten Sohn in ihren Armen hält. die Begebenheiten des Jahrs 1633 zeigen auch eine Welt, die  auf Heiliges meint verzichten zu können und am eigenen Wahnsinn zugrunde geht. Das Bild der schmerzensreichen Mutter hat den Anschlag überstanden und ist so zur trostreichen Mutter für viele geworden.
 
Die Legende um Maria Schuss

Anno1633, den 29. Oktober, hat Ludwig von Treysa aus dem Hessenlande ein Musquetier unter Hauptmann Mathia Achtersem, Übersteinisch, Hessische Regiment, gegenwärtiges Vesper-Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, Maria, Christum auf dem Schoß haltend, so dazumal in hiesiger Stadt auf dem Hellwege in einem kleinen aufgemauerten Häuslein gestanden, mit vorgebenden blasphemischen Worten: Da "Sitzendes Weib" zu schießen, stehend gegenüber in eines Bürgers Johann Pontness genannt Hilpeken Behausung löset sein Gewehr und trifft es in die linke Schulter, darauf er sobald zur erde gesunken und unsinnig worden, darin er auch verblieben drei Tage: jämmerlich unterdessen gerufen: Heilet das Weib! Heilet das Weib! Endlich in solcher Unsinnigkeit, den 1. November elendig gestorben. Hierauf ist dieses so mirakulöse Bild vom bemeldeten Orte auf diesen ihr zu Ehren erbauten, Altar transferiert worden, wobei die Allmacht Gottes erkenne, ihn fürchte, liebe und durch seine liebe Mutter den Sohn selbst fleißig ehre. Amen

Bischof Dr. Reinhard Marx aus Trier

 

 
Wegweiser:

Geseke liegt an der Autobahn A 44 Dortmund-Kassel und der B 1 ca. 20 Kilometer von Paderborn.  Die Stiftskirche ist tagsüber geöffnet. Pilgergruppen können sich anmelden und Gottesdienste - mit eigenen Zelebranten oder durch Geistliche vor Ort - vereinbaren. Bitte wenden Sie sich dazu an das Stiftspfarramt. Tel: 02942/98552-10 oder Kontakt[at]stiftskirche-geseke.de

 

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