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Monatswallfahrten
"375 Jahre Maria Schuss: 1633 - 2008"
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Monatswallfahrten zur "Maria Schuss" in Geseke 2012 |
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Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
doch keines von allen kann dich schildern,
wie meine Seele dich erblickt.
Novalis
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Liebe Pilger, |
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mit diesen Gedanken hat Novalis vor
etwa 200 Jahren seine eigenen und den Empfindungen vieler Ausdruck
verliehen, wenn er an die Gestalt Marias dachte, die die einzigartige
Form ihrer Gottesbegegnung in die Worte des „Magnificat“ gekleidet hat:
„Großes hat an mir getan der Mächtige, und sein Name ist heilig“ (Lk
1,49).
Maria ist wahrlich eine besondere Frau: die Mutter Jesu, die Mutter
Gottes. In der Wahrnehmung heutiger Gläubiger schwankt ihr Bild zwischen
Vorbild und Himmelskönigen, zwischen des Herren Magd oder Mutter Gottes.
Die Monatswallfahrt zu Maria Schuss ist Anlass, in diesem Jahr die
Bilder, die von Maria in den Jahrhunderten gezeichnet wurden, gläubig zu
betrachten um so die heilende Wirklichkeit der Mariengestalt für das
eigene Leben zu erschließen.
So wünsche ich allen Pilgerinnen und Pilgern unserer Monatswallfahrt,
dass wir in den Marienbildern einen neuen Zugang finden zum Glauben an
den Gott, der Maria erwählt hat, den Menschen das Heil zu bringen.
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| Ihr Pfarrer
Rainer Stahlhacke |
Wallfahrtslieder
und Gebete (424 KB) |
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Seitdem 1633 die aus dem
15. Jahrhundert stammende Skulptur in die Stiftskirche übertragen wurde,
hat die Wallfahrt zu diesem Gnadenbilde Höhen und Tiefen erfahren. Im
18. Jahrhundert erlebte sie eine ungeheure Blüte, sodass am Fest "Maria
Schuss" allein bis zu 5000 Kommunikanten gezählt werden konnten.
Viele Stiftungen und Weihegeschenke jener Zeit sind Ausdruck weit
verbreiteter Verehrung. Vielen ist das Gnadenbild bis in unsere Zeit ans
Herz gewachsen. Ein stilles Gebt, ein kurzes Verweilen mit einer Sorge,
eine Kerze anzünden für einen Kranken oder wegen einer Prüfung, für sich
allein oder mit den Enkeln oder Kindern, oder einfach nur einmal
vorbeischauen - so drückt sich Verbundenheit aus.
Eine große Rolle spielte früher die Messe am Samstagmorgen, die für das
ganze Jahr mit einem vollkommenen Ablass versehen war. An allen
Samstagen - der Samstag ist in besonderer Weise der Verehrung Marias
geweiht, weil er dem Sonntag, dem Tag des Herrn, vorausgeht, - besteht
nun wieder die Möglichkeit, die Hl. Messe morgens um 9.00 Uhr am
Gnadenaltar mitzufeiern. Die dichte, ruhige, gesammelte und innige
Atmosphäre dieser Messfeiern wird von allen als sehr wohltuend
empfunden.
Mehrere Beweggründe waren Anlass, die Monatswallfahrten zu beginnen: die
Sorge um geistliche Berufe, der Wunsch, einmal im Monat Gelegenheit zu
einer "geistlichen Auszeit" von zweieinhalb Stunden mit Anbetung,
Rosenkranz, Impulsen durch unterschiedliche Prediger, Beichtgelegenheit
etc. anzubieten und in unserem Gnadenbild Maria zu entdecken als
Fürsprecherin, bei der wir mit unseren und der Welt Anliegen gut
aufgehoben sind. Dabei singen wir die ureigenen Geseker Lieder, die von
Kanonikus Schmittdiel getextet und komponiert wurden: Das Rosenkranzlied
"Es glänzt ein Licht" und die eigens für das Gnadenbild geschriebenen
Lieder "Die Mutter der Schmerzen" und die für die Andacht komponierte,
gesteigert gesungene Antiphon " O Maria".
Der Ablauf eines solchen geistlichen Donnerstages gliedert sich
Folgendermaßen: |
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17.00
Uhr Rosenkranzgebet und Beichtgelegenheit |
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17.30
Uhr Aussetzung gestaltet vom Gastpriester |
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18.00 Uhr Hl. Messe,
anschließend Marienlob und allgemeiner Segen mit der Kreuzreliquie,
danach gemütliches Beisammensein bei Essen und Trinken im Pfarrsaal. |
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Gelegenheit zur
Beichte und zur Einzelsegnung sind gegeben. |
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Wallfahrtstermine 2012: |
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5. Januar
Maria Morgenstern
Dechant Thomas Wulf, Warstein
2. Februar
Bundeslade Gottes
Pfarrer Rainer Stahlhacke, Geseke
1. März
Himmelsleiter,
darauf Gott herniederstieg
Domkapitular Josef Dieste, Halle
12. April
Pforte des Himmels
Pastor Thomas Hengstebeck, Rheda
3. Mai
Geheimnisvolle Rose
Pfarrer Thomas Stolz, Paderborn
31. Mai
Kelch des Geistes
Markus Püttmann, Paderborn
5. Juli
Kelch der Hingabe
Msgr. Andreas Kurte, Paderborn
2. August
Ursache unserer Freude
P. Dr. Bruno Norbert Hannöver O.Cist.
6. September
Spiegel der Gerechtigkeit
Pfarrer Andreas Neuser, Attendorn
4. Oktober
Geheimnisvolle Rose
Domkapitular Meinolf Mika, Wiedenbrück
8. November
Goldenes Haus
Propst Josef Heers, Soest
6. Dezember
Starker Turm Davids
Msgr. Wilfried Schulte, Bielefeld
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Wallfahrtslieder
und Gebete (424 KB) |
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| Die
Begebenheiten des Jahres 1633 zeigen Maria als Opfer, als Angeschossene,
als Leidende unter den wirren Verhältnissen jener Kriegszeit. So beten
wir zu ihr mit der Litanei von Gertrud von le Fort zur Regina Pacis, zur
Königin des Friedens um den Frieden für unsere Welt. "Nimm die Welt in
deine Arme!" In allen jahrhunderten spiegelt sich in unterschiedlicher
Gestalt jene Frau wieder, die ihren toten Sohn in ihren Armen hält. die
Begebenheiten des Jahrs 1633 zeigen auch eine Welt, die auf Heiliges
meint verzichten zu können und am eigenen Wahnsinn zugrunde geht. Das
Bild der schmerzensreichen Mutter hat den Anschlag überstanden und ist
so zur trostreichen Mutter für viele geworden. |
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Die Legende um
Maria Schuss |
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Anno1633, den
29. Oktober, hat Ludwig von Treysa aus dem Hessenlande ein Musquetier
unter Hauptmann Mathia Achtersem, Übersteinisch, Hessische Regiment,
gegenwärtiges Vesper-Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, Maria,
Christum auf dem Schoß haltend, so dazumal in hiesiger Stadt auf dem
Hellwege in einem kleinen aufgemauerten Häuslein gestanden, mit
vorgebenden blasphemischen Worten: Da "Sitzendes Weib" zu schießen,
stehend gegenüber in eines Bürgers Johann Pontness genannt Hilpeken
Behausung löset sein Gewehr und trifft es in die linke Schulter, darauf
er sobald zur erde gesunken und unsinnig worden, darin er auch
verblieben drei Tage: jämmerlich unterdessen gerufen: Heilet das Weib!
Heilet das Weib! Endlich in solcher Unsinnigkeit, den 1. November
elendig gestorben. Hierauf ist dieses so mirakulöse Bild vom bemeldeten
Orte auf diesen ihr zu Ehren erbauten, Altar transferiert worden, wobei
die Allmacht Gottes erkenne, ihn fürchte, liebe und durch seine liebe
Mutter den Sohn selbst fleißig ehre. Amen |
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| Wegweiser: |
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Geseke liegt an der
Autobahn A 44 Dortmund-Kassel und der B 1 ca. 20 Kilometer von
Paderborn. Die Stiftskirche ist tagsüber geöffnet. Pilgergruppen können
sich anmelden und Gottesdienste - mit eigenen Zelebranten oder durch
Geistliche vor Ort - vereinbaren. Bitte wenden Sie sich dazu an das
Stiftspfarramt. Tel: 02942/1223 oder Kontakt[at]stiftskirche-geseke.de |
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