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Der Herr der Pfeifen

Geseke, 18. November 2014.  Wenn der Organist der Geseker Stiftskirche in die Tasten haut, klingt das im Moment vielleicht nicht ganz so satt. „Schuld“ daran ist Dietmar Franke. Der Orgelspezialist baut derzeit Pfeife für Pfeife aus, um sie zu reinigen. Und da das Instrument nicht weniger als 2265 Klanggeber hat, dauert die Prozedur ganze zwei Monate.

Reinigung kostet gut 23 000 Euro

Die Orgel war mit Schimmel befallen, erklärt Franke. Um die Sporen zu vernichten, hat der Steinhäuser sie zuerst komplett mit Folie eingepackt. In der Hülle wurde dann Ozon produziert. „Das zerstört die Sporen und Pilze“, erklärt der Orgelbauer. „Es gibt nur zwei Firmen in Deutschland, die diese Methode anwenden.“ Das Ozon erreiche fast jede Stelle im Kircheninstrument, erläutert der Steinhäuser die Vorteile.

Die Orgelpfeifen und Windkästen muss der Profi jedoch Stück für Stück von Hand reinigen. Im Laufe der Jahre hat sich neben dem Schimmel nämlich auch anderer Schmutz angesammelt. Die Orgeltechnik stammt aus dem Jahr 1991, berichtet Franke. Die Front ist aber mehr als 300 Jahre alt. Die Kosten der Reinigung betragen nach Angaben des Pfarrers Rainer Stahlhacke rund 23 000 Euro.

Spätestens zu den Weihnachtsgottesdiensten sollen wieder alle Töne erklingen. Bis dahin müssen die Kirchgänger in der Messe aber nicht auf musikalische Begleitung verzichten, betont der Experte. Der Organist spiele einfach auf den Pfeifen, die gerade nicht ausgebaut sind.

Quelle: Geseker Zeitung

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