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Kardinal Marx stellt die Evangelisierung im Mittelpunkt seiner Predigt

Münster, 12. März 2014. Am Mittwochmorgen feierte der Erzbischof von München und Freising und Geseker Ehrenbürger Reinhard Kardinal Marx, im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Paulusdom in Münster mit zahlreichen Gläubigen einen Gottesdienst.

Der Münchner Erzbischof predigte dort im Rahmen eines Gottesdienstes, zu dem sich die deutschen Bischöfe täglich um 7:30 Uhr versammeln. Bis zum morgigen Donnerstag, 13. März tagt die Vollversammlung der Deutsche Bischofskonferenz im nahe gelegenen Priesterseminar.

„Die große Herausforderung für die Kirche heute heißt: Evangelisierung“, sagte Reinhard Kardinal Marx in seiner Predigt.

„Es geht in Pastoral und Verkündigung nicht um eine Veränderung von Glaubensinhalten, nicht um falsche Anpassung an den sogenannten Zeitgeist, sondern um eine neue Schwerpunktsetzung auf das Zentrum des Glaubens, auf das Kerygma, wie es Papst Franziskus in Evangelii Gaudium unterstreicht“, so Marx weiter. (bl)

Predigt von Kardinal Reinhard Marx in der Eucharistiefeier in Münster zur Frühjahrs-Vollversammlung 2014 der Deutschen Bischofskonferenz

Hinweis: Kardinal Reinhard Marx hielt die Predigt in freier Form.
Wir dokumentieren hier die zentralen Kernsätze seiner Predigt.

Die große Herausforderung für die Kirche heute heißt: Evangelisierung! Verkündigung des Reiches Gottes! Ansage der Botschaft Christi in einer neuen Weise, einladend und anspruchsvoll, anziehend und fordernd zugleich. Denn das Evangelium ist die rettende gute Nachricht für alle Menschen!

Daher kann die Verkündigung nicht darin bestehen, vor allem Nein zu sagen. Es geht vielmehr um das große Ja-Wort Gottes, das im Leben der Kirche sichtbar werden soll. Die Kirche ist nicht vor allem Unglücksprophetin, sondern verkündet die Barmherzigkeit Gottes, die im Kreuz sichtbar geworden ist. Es ist eine göttliche Barmherzigkeit, die alles gibt, um eine neue Welt möglich zu machen.

Es geht in Pastoral und Verkündigung nicht um eine Veränderung von Glaubensinhalten, nicht um falsche Anpassung an den sogenannten Zeitgeist, sondern um eine neue Schwerpunktsetzung auf das Zentrum des Glaubens, auf das Kerygma, wie es Papst Franziskus in Evangelii Gaudium unterstreicht
(Nr. 164). Erst von dieser Mitte her können sich der Glaube und das Leben der Christen entfalten. Dazu müssen wir uns mit Mut und Entschiedenheit neu auf den Weg machen.

Denn in Deutschland sind vielleicht viele Menschen getauft, aber sind sie wirklich schon „evangelisiert“? Sind wir wirklich schon „evangelisiert“?


Quelle:
Stiftskirche Geseke / Benedikt Laame
 

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