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Spannung in Münster: Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz

Münster, 11. März 2014. Die Deutsche Bischofskonferenz sucht einen Nachfolger. Der bisherige Vorsitzende Erzbischof Robert Zollitsch tritt am morgigen Mittwoch ab. Seit Montag, 10.03.2014 tagen 65 Mitglieder der Bischofskonferenz im Bischöflichen Priesterseminar Borromaeum in Münster.

Neben der Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz steht im Mittelpunkt der Frühjahrsvollversammlung der Studienhalbtag „Zur Lage der Religionsfreiheit“. Weitere Themen der Vollversammlung sind Projekte und Perspektiven katholischer Mitgliedermagazine und Verteilzeitungen, das Gedenken zum 25. Jahrestag des Mauerfalls und das jüngste internationale Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Die Vollversammlung wird sich außerdem mit der Vorbereitung der Sondersynode in Rom und dem interdisziplinären Forschungsverbundprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen“ befassen.

Nicht nur das Medieninteresse mit über 200 akkreditierten Journalisten aus der ganzen Welt ist groß. Zum Auftakt haben am Montag im voll besetzten Paulusdom in Münster rund 3.500 Gläubige aus ganz Deutschland Eucharistie gefeiert. Im voll besetzten St.-Paulus-Dom beteten sie unter anderem um einen "guten, neuen Vorsitzenden" des Gremiums.

Das Ergebnis der Wahlen wird für Mittwochmorgen gegen 11:00 Uhr erwartet. Die Spannung unter den wartenden Journalisten und Gläubigen in Münster steigt.

Viele Gläubige stellen sich die Frage: Wer beerbt Erzbischof Robert Zollitsch als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz?

Einen Favoriten gibt es noch nicht. In Münster werden in diesen Tagen immer wieder Namen genannt; dazu gehören der Bischof aus Münster Felix Genn (64), Stephan Ackermann (50) aus Trier, Franz-Josef Bode (63) aus Osnabrück, Rainer Maria Kardinal Woelki (57) aus Berlin und der Geseker Ehrenbürger Reinhard Kardinal Marx (60).

Felix Genn ist Gasgeber der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Er ist Mitglied der Bischofskongregation in Rom und gilt als konservativ.

Der Trier Bischof Stephan Ackermann wird als Aufklärer in Sachen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bezeichnet. In der Affäre um dem Limburger Bischof Tebartz-van Elst ging der 50-jährige kirchliche Würdenträger immer wieder auf Distanz.

Der 63-jährige Franz-Josef Bode ist Bischof in Osnabrück und einer der dienstältesten Bischöfe in Deutschland. Er gilt als bodenständig. Als Vorsitzender der Pastoralkommission stellte er in der Vergangenheit immer wieder Weichen für die zukünftige Positionierung der Kirche. Bis auf dem Katholikentag in Osnabrück (2008) tritt der frühere Paderborner Weihbischof überregional kaum in Entscheidung.

Der aus Berlin stammende Erzbischof Rainer Maria Woelki wurde 2008 zum Kardinal ernannt. Zurzeit leitet er die Caritas-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Woelki gilt aber auch als Anwärter des in der letzten Woche verabschiedeten Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner. Woelki gilt in Kirchenkreisen als konservativ.

Der aus Geseke stammende Reinhard Kardinal Marx (60) war schon vor sechs Jahren einer der Top-Favoriten, musste sich aber im dritten Wahlgang gegen Erzbischof Zollitsch geschlagen geben. Er verfügt über gute Beziehungen nach Rom. Er gehört dem Kardinalskollegium von Papst Franziskus an und wurde in der vergangenen Woche zum Koordinator von Papst Franziskus neu geschaffenen Wirtschaftsrates im Vatikan ernannt. Doch der Geseker Ehrenbürger gilt bei den einen als zu konservativ, bei den anderen als zu liberal und bei seinen Amtsbrüdern aufgrund seiner Aktivitäten in den verschiedensten Gremien als „hoffnungslos überlastet“.

Die Spannung steigt. Wer der Nachfolger von Erzbischof Robert Zollitsch wird, ist noch völlig offen.

Quelle: Stiftskirche Geseke / Benedikt Laame
 

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