Aktuelles Termine Infos Gottesdienste Wallfahrten Gremien Renovierung Stiftsbauhütte Trauer Musik Kontakt





 
 


www.stiftskirche-geseke.de

Reinhard Kardinal Marx vollendet 60. Lebensjahr
von Benedikt Laame

Geseke, 18. September 2013. Am Samstag, 21. September 2013 vollendet der Erzbischof von München und Freising Reinhard Kardinal Marx sein 60. Lebensjahr. Er gilt als kontaktfreudig und schlagfertig. Die ihn kennen loben seinen geschickten Umgang mit den Medien, seine offene Art und die oftmals harten Auseinandersetzungen zu schwierigen und kontroversen Themen.

Reinhard Marx ist der 73. Nachfolger auf dem Stuhl des auf dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian, der im 8. Jahrhundert in Altbayern den christlichen Glauben verkündete, und der 13. Erzbischof von München und Freising. Er wurde als Nachfolger seines unmittelbaren Vorgängers Kardinal Friedrich Wetter am Fest der Darstellung des Herrn, Mariä Lichtmess, Samstag, 2. Februar 2008 in sein Amt eingeführt.

Marx wurde am 21. September 1953 im westfälischen Geseke geboren. Nach dem Abitur 1972 studierte er in Paderborn und Paris Theologie und Philosophie. Geprägt hat ihn in seiner Jugend und im Studium der Umbruch der katholischen Kirche durch das Zweite Vatikanische Konzil. Er zählt Papst Johannes XXIII. zu den herausragenden Persönlichkeiten, die ihn bis heute beeinflussen.

Die ersten 19 Jahre seines Lebens verbrachte der Jubilar in Geseke (Kreis Soest). Der inzwischen verstorbene Pfarrer der Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus, Heinrich Wienken erinnerte sich 2010 in einem Interview: „Marx sei emporgestiegen wie eine Rakete. Wohin er wollte, da kam er hin“. Pastor Wienken erlebte ihn bereits als Obermessdiener in der Geseker Stiftskirche - und schon damals: Der hat „keine Scheu vor großen Leuten“. Marx zeichnete ein „gesundes Strebertum“ aus, sagte Wienken damals gegenüber der TAZ.

1979 weihte ihn der Erzbischof von Paderborn, Johannes Joachim Degenhardt, zum Priester. Nach nur zweijähriger Tätigkeit als Neupriester in der Seelsorge in Bad Arolsen wurde er Geistlicher Rektor der St.-Klemens-Kommende in Dortmund, ursprünglich eine Niederlassung des Deutschen Ordens, jetzt das Sozialinstitut der Erzdiözese Paderborn. 1989 wurde er Direktor des Instituts.

Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Er promovierte mit der Dissertation: „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise" und lehrte später in Paderborn als Professor christliche Gesellschaftslehre. 1996 wurde er Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn.

An seinem Geburtstag im Jahr 1996 wurde er durch den Paderborner Erzbischof Degenhardt zum Weihbischof geweiht und 2002 im Trierer Dom in Amt und Würden eingeführt. Hunderte Geseker verfolgten die Feierlichkeiten direkt in Trier oder zu Hause an ihren Fernsehgeräten. Marx war damals 48 Jahre alt und Deutschlands jüngster Bischof.

Der gebürtige Geseker ist seit 1999 Vorsitzender der von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken gemeinsam getragenen Kommission „Justitia et Pax“ (Gerechtigkeit und Frieden). 2001 wurde er in das Paderborner Metropolitankapitel aufgenommen. In der Deutschen Bischofskonferenz führt Kardinal Marx den Vorsitz der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und ist Stellvertretender Vorsitzender der Kommission Weltkirche.

Im feierlichen Konsistorium vom 20. November 2010 nahm ihn Papst Benedikt XVI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Corbiniano in das Kardinalskollegium auf. Bis zur Kreierung Rainer Maria Woelkis im Februar 2012 war Kardinal Marx auch hier jüngstes Mitglied des Kardinalskollegiums. Am 22. März 2012 wurde der geistliche Würdenträger zum Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) gewählt.

Am 13. März 2013 nahm Marx erstmals an einer Papstwahl teil. Mit der Aufgabe, den Papst bei der Leitung der Weltkirche zu unterstützen und Änderungen der die Organisation der Kurie regelnden Apostolischen Konstitution vorzubereiten, hat Papst Franziskus ihn im April 2013 zum Mitglied einer Gruppe von acht Kardinälen bestimmt, die den Papst im Hinblick auf die Reform der Kurie beraten sollen. Trotz seiner Verpflichtungen hat der Münchner Erzbischof den Kontakt zu seiner Heimatstadt Geseke nie verloren. Aus den Händen von Bürgermeister Franz Holtgrewe erhielt er am 27. Dezember 2008 die Ehrenbürgerschaftsurkunde.

Geseke ist seine Vaterstadt zu der er sich gerne bekennt. Der Kardinal ist geistlicher Prokurator der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke 1412 e.V. und lässt es sich nicht nehmen zum jährlichen Schützenfest im Juli nach Geseke zu kommen. So war es für den geistlichen Würdenträger eine Selbstverständlichkeit die Schirmherrschaft des Bundesfestes des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), am vergangenen Wochenende in seiner Heimatstadt Geseke zu übernehmen. "Mit den Schützen bin ich sehr verbunden - auch umgekehrt. Sie waren immer bei meinen Wendepunkten im Leben mit dabei: meine Primiz, bei der Bischofsweihe, bei der Einführung in Trier, in München und als ich Kardinal wurde. Die Schützen waren immer da und haben gesagt: "Wir stehen hinter dir - wir gehen mit dir", so Marx am Rande des Bundesfestes.

Der Erzbischof von München und Freising und Geseker Ehrenbürger Kardinal Reinhard Marx, begeht seinen 60. Geburtstag am Samstag, 21. September, mit einem Gottesdienst um 17:00 Uhr in der Münchner Pfarrkirche St. Sylvester (Biedersteiner Straße 1). Nach dem Gottesdienst feuert die Kompanie „Gotzinger Trommel“ der Bayerischen Gebirgsschützen, deren Ehrenmitglied Kardinal Marx ist, vor der Pfarrkirche einen Salut ab. Der Bayerische Trachtenverband führt anschließend einen Tanz zu Ehren des Jubilars auf, Buben und Mädchen aus dem Trachtenverband tragen ein Gedicht vor.

In nicht öffentlichem Rahmen veranstaltet die Erzdiözese dann einen Festakt im Kardinal-Wendel-Haus, bei dem unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch, sowie der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer dem Kardinal ihre Glückwünsche übermitteln werden.

Quelle: Stiftskirche Geseke / Benedikt Laame

- Zurück -

Home

 

Impressum und Datenschutz | www.geseke-news.de