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Aufruf der deutschen Bischöfe zur Bundestagswahl am 22. September 2013

Geseke, 7. September 2013. Der „Aufruf der deutschen Bischöfe zur Bundestagswahl am 22. September 2013“ wird bundesweit in allen katholischen Gemeinden in den Sonntags-Gottesdiensten verlesen. In dem von Erzbischof Hans-Josef Becker für das Erzbistum Paderborn unterschriebenen Aufruf aller deutschen Bischöfe werden einige Themen angesprochen, die aus der Sicht der deutschen (Erz-)Bischöfe bei der Wahlentscheidung Bedeutung haben. „Politik muss langfristig angelegt sein und Grundsätzen folgen, die auch in stürmischen Zeiten Orientierung geben“, so die deutschen Bischöfe in ihrem Wahlaufruf.

Zum Thema Familienpolitik schreiben die deutschen Bischöfe: „Als positives Signal nehmen wir wahr, dass die Familienpolitik wieder stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt ist. Ehe und Familie bedürfen der besonderen Anerkennung und der Unterstützung. Die Politik muss Rahmenbedingungen für Familien schaffen, damit sie ihr Familienleben möglichst weitgehend nach eigenen Vorstellungen und orientiert an den Bedürfnissen ihrer Kinder gestalten können. Mit Sorge beobachten wir politische Bestrebungen, den Ehebegriff auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften auszuweiten. Seit jeher gilt die Ehe als Verbindung von Mann und Frau, die prinzipiell offen ist für Nachkommen. An diesem Verständnis sollte festgehalten werden. Unsere Gesellschaft braucht für ihre Zukunftsfähigkeit Ehepaare und Familien, die das Zusammenleben tragen und bereit sind, Leben weiterzugeben. Das Grundgesetz stellt sie unter einen besonderen Schutz, der Beachtung verlangt.“

Im Schreiben der deutschen Bischöfe werden beispielsweise auch die europäische Staatsschuldenkrise und die europäische Integration thematisiert, ebenso die Staatsverschuldung der Bundesrepublik. Auch die Themen Generationengerechtigkeit und Beteiligungsgerechtigkeit werden behandelt. Immer wieder betonen die deutschen Bischöfe das Prinzip der Solidarität.

Der Umgang mit dem menschlichen Leben sei ausschlaggebend für die Qualität einer Gesellschaft, so die deutschen (Erz-)Bischöfe in ihrem Wahlaufruf. „Mit Besorgnis nehmen wir wahr, dass sich Tendenzen verstärken, menschliches Leben an seinem Anfang und seinem Ende als verfügbar zu behandeln. Die Selbsttötung eines unheilbar kranken Menschen und die Beihilfe dazu gelten vielen Menschen als Ausdruck freier Selbstbestimmung. Als Christen wissen wir aber: Das Leben ist eine kostbare Gabe Gottes, die es unbedingt zu schützen gilt. Jedem Menschen kommt unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit eine unantastbare Würde zu. Es ist daher Aufgabe der Politik, sich beständig für den Schutz der Würde auch des ungeborenen, kranken, behinderten und alten Lebens einzusetzen.“

Zum Abschluss ihres Aufrufs zur Bundestagswahl am 22. September 2013 erinnern die deutschen Bischöfe: „Eine nachhaltige Politik braucht verantwortungsvolle Politiker. Kandidatinnen und Kandidaten für den Deutschen Bundestag sollen sich engagiert und glaubhaft für politische Ziele einsetzen, die aus christlicher Sicht unverzichtbar sind. Verantwortungsvolles Handeln ist aber nicht nur eine Anforderung an Politiker, sondern auch an jeden Einzelnen. Deshalb bitten wir Sie, Ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich an der Bundestagswahl zu beteiligen, aber auch immer wieder für unser Gemeinwesen und die politisch Verantwortlichen zu beten.“

Quelle: Erzbistum Paderborn

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