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Sorgen, Ängste, Hoffnungen

Geseke, 22. März 2013. Sorgen, Ängste, Wünsche, Hoffnungen - das Zusammenwachsen der Kirchengemeinden im Pastoralverbund Geseke ist bei den Gläubigen mit vielen Emotionen verbunden. Diese in Worte zu fassen, das war jetzt das Ziel zahlreicher Diskussionsrunden, zu denen die Pfarrgemeinderäte in den einzelnen Kirchengemeinden eingeladen hatten.

Vor Ort waren jeweils zwei Mitglieder der so genannten Steuerungsgruppe. Die lenkt zurzeit den Prozess hin zu einer im Frühjahr 2014 zu formulierenden Pastoralvereinbarung, die das Weiterleben des Glaubens in der Kernstadt und in den Ortsteilen sichern soll. Ganz bewusst verzichteten die Hauptamtlichen - Pfarrer, Pastor Vikar und Gemeindereferentinnen - darauf, an den Veranstaltungen teilzunehmen. „Vielleicht war der Rahmen für Kritik so größer. Wir wollten den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit geben, noch etwas freier zu reden“, erklärte Gemeindereferentin Cordula Picht jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Gut angekommen seien die Gesprächsrunden. Insgesamt 130 Personen nahmen laut Picht an den sechs Veranstaltungen teil. Kleiner Wermutstropfen: Unter den Teilnehmern waren kaum neue, sondern zumeist nur die alt bekannten Gesichter - Gläubige, die ohnehin aktiv sind im Gemeindeleben.

Doch wie aktiv ist die Gemeinde vor Ort tatsächlich? Was macht die Gemeinde aus? Was ist typisch für uns? Im Rahmen einer Bestandsaufnahme machten die Gläubigen zunächst auf Besonderheiten in ihren Gemeinden aufmerksam. „Darunter waren Klassiker wie die Messdiener, die das liturgische Bild prägen, spezielle Prozessionen oder Frühschichten“, berichtete Picht. Immer wieder zur Sprache sei aber auch gekommen, dass es nicht mehr den einen Kopf für jede einzelne Gemeinde gebe. „Das Gefühl eines direkten Bezugspunktes fehlt so manchem. Das darf man nicht leugnen“, erklärte Picht.

In einem zweiten Schritt äußerten die Teilnehmer ihre Visionen, ihre Wünsche für die Kirche in Geseke. Die Ergebnisse möchte die Steuerungsgruppe erst noch auswerten, um sie dann zu veröffentlichen.

Doch soviel verriet Picht schon jetzt: „Der Blick ist noch nicht immer soweit, dass die Gläubigen auf den gesamten Pastoralverbund schauen.“ Das alt bekannte Kirchturmdenken? Picht nickt zaghaft: Aus allen Köpfen sei das noch nicht heraus. Als Vorwurf möchte die Gemeindereferentin das aber nicht gelten lassen. Das sei normal. Man befinde sich in einer Entwicklung. Das gehe nicht von heute auf morgen.

Aus den Diskussionsrunden möchte die Steuerungsgruppe nun die Herausforderungen für die Zukunft ableiten. Soviel steht für Picht aber schon jetzt fest: „Das Gemeindeleben vor Ort darf nicht sterben. Man braucht Bezüge vor Ort. Aber es ist dennoch wichtig, Netzwerke zu gründen und über den Tellerrand zu schauen.“ Auf dem Weg zur Pastoralvereinbarung setzt die Steuerungsgruppe nun auf weitere Meinungen und Anregungen aus den Gemeinden. Ab dem kommenden Montag liegt im Pfarrbüro St. Petri für alle interessierten Gläubigen ein Fragebogen aus, dessen Ergebnisse ebenfalls in den Prozess hin zur Pastoralvereinbarung fließen sollen.

An der Entwicklung des Fragebogens haben übrigens auch Schüler des Gymnasiums mitgearbeitet. „Die Sicht von außen war uns wichtig“, erklärte Picht.

Quelle: Geseker Zeitung / Dominik Friedrich

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