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Leben aus dem Glauben "anpacken"
Gedanken des neuen Priesters in der Pfarrgemeinde St. Johannes-Baptist, Gerald Haringhaus

Herford, 13. August 2011. Schon eingewöhnt? Seit vier Wochen ist Gerald Haringhaus der neue Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Johannes-Baptist. Der Tisch ist gedeckt.

Einführende stadtgeschichtliche Prospekte, das Orgelsommer-Programm, eine Jahreskarte für das Museum MARTa und einen "Scheck für Genießer" hat ihm die Katholische Frauengemeinschaft mit auf dem Weg von seiner früheren Pfarrei, Geseke, nach Herford gegeben. Der Geistliche dankt, wenngleich Sinnesfreuden nicht seine Leidenschaft sind.

Lieber spricht er von der Berufung, die er schon spürte, als er die 10. Klasse des Gymnasiums seiner Heimatstadt Kamen besuchte. Priesterliche Vorbilder, spirituelle Erfahrungen, die Ruhe des Gebets und die Freude an der Liturgie hatten ihn bestärkt. Die Lebensentscheidung, im Zölibat, ehelos, zu leben, habe er mit Mitte 20 getroffen: "Der Riesenzweifel kam mir nie." Fest ist auch Haringhaus’ Überzeugung, dass Frauen nicht Priesterinnen werden sollen: "Unsere Kirche sieht sich nicht von Christus bevollmächtigt, sie zu weihen", sagt er und wird dann handfest: "Ich will Leben aus dem Glauben anpacken."

Sein Verhältnis zu Papst Benedikt XVI.ist geprägt von der Bewunderung für Josef Ratzinger. Es sei einfach klasse, wie der Theologe die Dinge zusammendenken könne. Von seiner Wahl hatte er an jenem 19. April 2005 aus dem Autoradio erfahren, "eine ungewöhnliche Situation und ein bewegender Augenblick". Und was bewegt ihn an seinem neuen Arbeitsplatz in einer Stadt, die von Kirchengeschichte geprägt ist? "Ich finde eine lebendige Tradition vor", sagt er und fügt bedächtig an: "Erst will ich gucken, mich vertraut machen, nachdenken und Gedanken mit anderen teilen."

Das werden viele sein, denn Haringhaus steht auch dem Pfarrverbund vor, der besteht aus den Gemeinden Johannis-Baptist, Paulus und Maria Frieden mit insgesamt 9.700 Mitgliedern.

Langfristig können es 23.000 werden, denn als neue, weiter gefasste Einheit ist ein "pastoraler Raum" geplant mit den Gemeinde in Bünde und Enger. Bis 2030 soll auf diese Weise Planungssicherheit geschaffen werden. Die Umstrukturierung könnte in Gerald Haringhaus’ Amtszeit fallen. Pensionsgrenze ist 70, und er ist er 45.


Quelle:
Neue Westfälische / Hartmut Brandtmann

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