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Neuanfang in der Komturei
Gerald Haringhaus tritt die Nachfolge von Pfarrer Udo Tielking an

Herford, 16. Juli 2011. Vor ein paar Tagen hat er in Malta noch am Grab des Bauherren von St. Johannes Baptist gestanden. Am Sonntag wird Gerald Haringhaus in dieser Kirche als Pfarrer des katholischen Pastoralverbunds Herford in sein Amt eingeführt.

»Als ich erfuhr, dass ich künftig in einer ehemaligen Malteser Komturei wohnen und arbeiten werde, reizte mich der Gedanke in die Heimat der Gründer zu reisen«, erzählt Haringhaus. Also nutzte er die Zeit zwischen seiner Verabschiedung als Leiter des Pastoralverbunds Geseke-Stadt und der Einführung in Herford, um auf den Spuren seiner künftigen Vorfahren zu wandeln. »Auf dem Grabstein des Komturs von und zu Schaesberg waren viele seiner Besitztümer aufgezählt - Herford leider nicht.«
Der geschichtsinteressierte Priester hat bereits einige Parallelen zwischen seinem früheren Wirkungskreis und Herford festgestellt. So ist auch Geseke ein Wallfahrtsort und die Historie ist von einem Stift geprägt. Der Unterschied ist allerdings, dass der katholische Pfarrer dort in der Stiftskirche predigt und nicht sein evangelischer Kollege, wie es an der Werre der Fall ist. Als gebürtiger Kamener sei für ihn die Diaspora-Situation aber kein Problem, betont Haringhaus.
Was ihn hingegen besorgt stimmt, ist »die Verdunstung des Glaubens in unserer individualisierten Gesellschaft«. Unmerklich wie Wasser verdunste, schwinde der Glaube. Ein Patentrezept dagegen hat auch er nicht. »Man kann nur die Rahmenbedingungen bieten, damit die Gemeinde sich entwickeln kann, kann die Jugendarbeit fördern, den Menschen ein Angebot machen.« Anbiederndes Marketing lehnt er ab.
Er selbst stammt aus einer katholischen Familie mit Bergarbeiterwurzeln und »hatte das Glück Vikare zu treffen, deren Glauben ansteckend war«. Die Aufhebung des Zölibats ist für ihn kein Mittel, den Priestermangel zu beheben. Denn auch für die Stellen der Gemeindereferenten fehle der Nachwuchs.
Eigentlich müsse die Frage heute lauten »Wie begegnen wir der Krise?« statt »Wie gehen wir damit um?«. Die geplante Einführung von noch größeren Gemeindeverbünden, den pastoralen Räumen, sei lediglich eine strukturelle Lösung. Für mehr persönlichen Kontakt zwischen Gläubigen und Priestern sorge er sicher nicht.
Der Einführungsgottesdienst in St. Johannes Baptist beginnt an diesem Sonntag um 14.30 Uhr.

Zur Person

Gerald Haringhaus wurde 1965 in Kamen geboren. Nach dem Studium in Paderborn und Bamberg war er Diakon in Bielefeld. 1992 wurde er im Paderborner Dom zum Priester geweiht. Seine erste Vikarstelle hatte Haringhaus in Paderborn an der Herz-Jesu-Kirche. 1996 wechselte er nach Steinheim, bevor er 1999 als Pfarrer der Marienkirche nach Geseke berufen wurde. Seit November 2000 führte er zudem die Pfarrei St. Cyriakus. Zuletzt war er Leiter des Pastoralverbundes Geseke-Stadt. In Herford steht er dem Pastoralverbund von Johannes Baptist, Maria Frieden und Paulus vor. Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Udo Tielking an, der 24 Jahre in Herford wirkte.


Quelle:
Westfalen-Blatt

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