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Die Kirche im Umbruch
Zahlreiche Geseker Gläubige feierten ihren Lobetag in der Stiftskirche.
Pfarrer Gerald Haringhaus predigte über den Priestermangel

Geseke, 16. Mai 2011. Jedes Jahr gehen die Gläubigen in Geseke denselben Weg. Von der Stiftskirche aus ziehen sie mit den Priestern, Stadtvertretern, der Stadtkapelle und Fahnenabordnungen der Vereine über den Wall. Doch in diesem Jahr war einiges anders: So fiel die Prozession nicht nur dem Regen zum Opfer, sondern es war gleichzeitig der letzte Lobetag, den die Geseker mit ihren Pfarrern Gerald Haringhaus, Uwe Schläger und dem Vikar Andreas Mockenhaupt feierten. Schon in wenigen Wochen dreht sich das Pfarrer-Karussell in der Hellwegstadt. Und so waren es viele Gläubige, die dieses Mal zur Feier in die Stiftskirche kamen.

Ganz im Zeichen der Neuordnung des Pastoralverbunds stand schließlich die Predigt von Pfarrer Gerald Haringhaus. Der Priestermangel sei ein wichtiges Thema in der katholischen Kirche, eröffnete er seine Ansprache. 640 Priester befänden sich im Erzbistum Paderborn zurzeit im aktiven Dienst. „In 20 Jahren wird es nur noch knapp die Hälfte sein“, blickte er voraus. Doch die Tatsache, dass immer weniger Männer zum Priester geweiht würden, sei nicht nur ein Problem der katholischen Kirche. Es sei auch eine Konsequenz daraus, dass immer „weniger Leute in die Kirche gehen“. In den letzten Jahren sei der Gottesdienst-Besuch von 30 auf 13 Prozent zurück gegangen.

Indes erinnern die Geseker bis heute in ihrer Lobetagsfeier daran, dass im Jahr 1622 Christian von Braunschweig die Hellwegstadt als einzige Stadt in Westfalen nicht erobern konnte. Zwar klaute der „tolle Christian“ in Paderborn den Liborischrein und bezog in Lippstadt sein Hauptquartier, aber Geseke blieb verschont. Seitdem drücken die Geseker an jedem dritten Sonntag nach Ostern ihre Dankbarkeit in der Lobetagsprozession aus.

In ihren Gesängen sprachen sie ihren Dank aus. „Du hast nicht zugelassen, dass unsere Feinde uns besiegen“, priesen sie Gott.

Quelle: Geseker Zeitung / Dagmar Meschede

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