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Leserbrief: „Schweigen missverstanden“
Bezug: Versetzung von Pfarrer Haringhaus / Zusammenlegung der Pastoralverbünde

Geseke, 18. Januar 2010. „Aufgrund der bisherigen Berichterstattungen, Leserbriefe, Äußerungen, Gerüchte und angekündigten Aktionen möchten auch wir als Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Mariengemeinde und Stiftsgemeinde öffentlich Stellung nehmen.
Unser bisheriges Schweigen wurde gelegentlich missverstanden, als würden wir nicht hinter unserem Pastor Gerald Haringhaus stehen, oder als würde unser Pastor gerne Geseke verlassen. Das Gegenteil ist der Fall, denn er fühlt sich hier sehr wohl und Geseke ist seine Heimat, und er ist hier „unser Pastor“ geworden!
Pfarrer Haringhaus ist seit August 1999 Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und seit dem 1. Mai 2001 Pfarradministrator der Katholischen Stiftspfarrei St. Cyriakus. Er betreut in St. Marien über 2600 und in der Stiftspfarrei circa 2400 Gemeindemitglieder, insgesamt also gut 5000 Katholiken. Dies geschieht in harmonischer Zusammenarbeit mit Vikar Andreas Mockenhaupt und der Gemeindereferentin Frau Kokenkemper. Zusätzlich musste Pfarrer Haringhaus seit der Neuordnung der Dekanate auch noch überpfarrliche Aufgaben als stellvertretender Dechant übernehmen.
Es wäre müßig, all die Arbeitsfelder, Aktionen, Feiern und Maßnahmen aufzulis-ten, die Pfarrer Haringhaus initiiert und durchgeführt hat. Die Wiederbelebung der Maria-Schuss-Wallfahrt und das 375-jährige Jubiläum in der Stiftskirche oder das 50-jährige Kirchweihfest der Marienkirche waren wunderschöne Ereignisse, die wir gerne gemeinsam gefeiert haben, die starker Ausdruck lebendiger Gemeinden und ihrer Gruppierungen unter der Leitung ihres „guten Hirten“ waren.
Pfarrer Haringhaus´ Kompetenzen in den für jede Gemeinde notwendigen Bereichen Finanzen, Organisation, Verwaltung und Bauen sind unbestritten, was man sicherlich an den gerade beendeten Renovierungsmaßnahmen unserer beiden Kirchen sieht.
Dabei ist er nicht weniger auch als zuverlässiger Seelsorger präsent in den Schulen, für die er zuständig ist, wie in allen anderen Bereichen - vom Kindergarten bis zum Friedhof. Er wird von uns und den Gemeindemitgliedern als freundlicher, fleißiger und sehr belastbarer Pfarrer mit Blick fürs Detail geschätzt.
Würde Pfarrer Haringhaus unsere beiden Pfarreien verlassen müssen, wäre es ein herber Verlust für uns. Wir sind selbstverständlich gerne bereit, auch massiv mit erfolgversprechenden Aktionen sein Verbleiben hier zu unterstützen. Zunächst einmal möchten wir jedoch die angekündigten Gespräche der Pfarrer mit dem Personalchef des Erzbistums und die Gespräche der Vorstände der Gremien mit den Verantwortlichen der Erzbischöflichen Verwaltung in Paderborn abwarten.
Wir sind überzeugt, dass es keine Insellösung im zukünftigen Pastoralverbund Geseke geben kann. Eine Antwort auf die Frage nach der Zukunft einer Gemeinde oder ihres Pfarrers kann immer nur Teil eines Gesamtkonzeptes für die zusammenzuführenden Pastoralverbünde und ihre personelle Besetzung und damit einer Gesamtantwort für alle Gemeinden der Stadt Geseke sein. Hierfür fehlen uns noch einige Puzzleteile - sowohl Fakten als auch Hintergründe, die das zunächst Unverständliche vielleicht verständlicher werden lassen. Dabei ist uns bewusst, dass eine schlüssige, gemeinsam tragbare Lösung zu finden, oft genug nicht ohne Kompromisse erreicht werden kann.
Ehrlicherweise wird man sagen müssen, dass unsere Gremien spätestens seit den Visitationsgesprächen im Herbst 2008 mit Weihbischof König wussten, dass größere - auch personelle - Veränderungen auf die Gemeinden zukommen können. Zudem waren wir über unseren Pastor über die allgemein laufenden Entwicklungen im Zusammenhang mit den Pastoralen Perspektiven 2014 stets auf dem Laufenden.
Insgesamt trauen wir dem zukünftigen Pastoralverbund für ganz Geseke mit engagierten Gläubigen, selbstständigen Vereinen, lebendigen Gemeinden und einer reichen Tradition eine gute gemeinsame Zukunft zu. Das Zusammenwachsen unserer Gemeinden erleben wir als Bereicherung.
Als erfolgreiches gemeinsames Projekt aller Geseker Kirchengemeinden erinnern wir uns gerne an die „Nacht der offenen Kirchen“, die für uns ein Hoffnungszeichen für eine Zusammenarbeit ist, von der alle profitieren könnten.“

Winfried Schnieders, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands der Stiftsgemeinde
Agnes Hennemeier, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Stiftsgemeinde
Franz Josef Ramm, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands der Mariengemeinde
Heike Pieper, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Mariengemeinde

Quelle: Geseker Zeitung

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