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Den Frieden bewahren
Lobetagsprozession erinnert an das Scheitern der Belagerung Gesekes

Geseke, 27. April 2010. Mit der Lobetagsprozession wolle man die Erinnerung daran wach halten, dass es Christian von Braunschweig im April 1622 nicht gelungen ist, die Stadt Geseke zu erobern. „Das Erinnern ist eine ständige Aufgabe. Denn Not, Elend und Bedrohung können jederzeit wiederkommen“, erklärte der Paderborner Weihbischof Matthias König bei seiner Predigt am Lüdischen Tor. Geschickt schlug der Bischof die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. König betonte, dass der Lobetag auch fast 400 Jahre nach der Belagerung Gesekes seine Berechtigung habe. „Wir müssen für den Frieden eintreten und ihn mit allen Mitteln verteidigen. Das ist die bleibende Botschaft dieser Prozession. Dazu mahnen uns die Opfer an“, brachte es der Weihbischof auf den Punkt. Er betonte, dass in einer globalisierten Welt in irgendeinem Land ständig Krieg und Terror vorherrschten. „Der Krieg rückt wieder näher wie die Beispiele Bosnien-Herzegowina und Afghanistan zeigen. Viel näher als wir es gern hätten. Das geht uns alle an“, sagte König.
In Geseke findet jeweils am dritten Sonntag nach Ostern die Lobetagsprozession statt. Dabei ziehen die Bürger über die Stadtwälle, um ihre Dankbarkeit dafür auszudrücken, dass die Hellwegstadt als einziger Ort in Westfalen im Jahr 1622 gerettet wurde. Mitglieder des Rats, die Fahnenabordnungen der Vereine, die Osthofe der St.-Sebastianus-Bruderschaft, Kommunionkinder, die Stadtkapelle sowie zahlreiche Gläubige begleiteten die Prozession, die um 9 Uhr mit einem Hochamt in der Stiftskirche St. Cyriakus begann und die zu den Stationen Steintor, Lüdisches Tor und Viehtor führte, bevor sie dann wieder in der Stiftskirche endete.
An der Station Lüdisches Tor hielt der Weihbischof Matthias König schließlich seine Predigt, bei der er für die Bewahrung des Friedens plädierte. Nach der Prozession hatten die Akteure und die Bürger der Stadt die Möglichkeit, gemütlich im Innenhof der Stiftskirche zusammen zu sitzen. Beim Frühschoppen, anschließenden Mittagstisch und einer Kaffeetafel konnten sie sich stärken.

Quelle: Geseker Zeitung / Dagmar Meschede

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