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Lichterschein weist den Weg zu den Gotteshäusern
„Geseker Nacht der offenen Kirchen - Licht(t)räume“ eröffnet neue Einblicke. Gläubige genießen die Momente der Stille oder hören Gospelklängen zu

Geseke, 05. Oktober 2009.  In warmem Lichterglanz erstrahlen die Kirchen in dieser Nacht. Laternen, Teelichter und Flammschalen stehen vor den Gotteshäusern und laden die Besucher zum Hineingehen ein. 15 Kirchen und Kapellen haben sich am Wochenende an der Aktion „Geseker Nacht der offenen Kirchen - Licht(t)räume“ beteiligt. Viele Menschen haben das Angebot wahrgenommen, und sind am Samstag bis spät in die Nacht in Geseke und den umliegenden Dörfern von Kirche zu Kirche gepilgert. Manche haben sich gar einen richtigen Routenplan zusammengestellt wie etwa die Gesekerin Manuela Kzcynski. „Ich bin mit meiner Mutter unterwegs. Vier Ziele haben wir uns in der Kernstadt ausgeguckt und arbeiten die jetzt nacheinander ab“, erklärt sie. Begeistert ist sie von dem Programm, an das die Kirchenverantwortlichen zwei Jahre lang gefeilt haben. Ein Kleinod ist die Martinskapelle, die hinter der Stadtverwaltung liegt und die viele Geseker bislang nicht bewusst wahrgenommen haben.
Lichter weisen den Weg zu dem Gebäude, wo bereits Gerd Muhs auf die Besucher wartet. „Die Martinskapelle“ erläutert er, „ist die älteste und allerkleinste Kirche in der Stadt Geseke. Es ist das Gotteshaus der fränkischen Besatzung“. Etwa um das Jahr 650 seien die Franken in die Hellwegstadt gekommen. Sie haben die Martinskapelle als Holzhaus gebaut, um die Geseker zu christianisieren und zu taufen. Geweiht sei die Holzkapelle dem heiligen Martin.
Vor etwa 300 Jahren habe man schließlich die ehemalige Holzkapelle durch einen Steinbau ersetzt, der nun auf den Grundmauern der ursprünglichen Kapelle steht. Genutzt werde das Gotteshaus in der heutigen Zeit in erster Linie für Trauungen.
Die Martinskapelle ist für Mues der Startpunkt eines kleinen geschichtlichen Stadtrundgangs, der die Teilnehmer unter anderem entlang der Steinstraße, des Hellwegs und der Rosenstraße führt. Derweil lesen in der Klosterkirche Sankt Johannes Baptist Schüler des Gymnasiums Antonianum Texte aus dem Buch Tobit. „Der Engel auf dem Weg“ haben sie ihren Vortrag betitelt. In verteilten Rollen lesen sie aus der Bibelerzählung vor und füllen jede einzelne Figur mit Leben. Sie erzählen die Geschichte der Familie des Tobit und verraten, wie sich am Ende das Schicksal von Tobits Sohn Tobias, aber auch sein eigenes Schicksal zum Guten wendet. Eine besondere Atmosphäre begleitet diese Lesung.
Für die Besucher ist dieser nur mit Kerzen und Teelichtern ausgeleuchtete Raum ein Ort der Stille, wo sie einen Moment lang inne halten können. Dichtes Gedränge herrscht derweil in der evangelischen Störmeder Christuskirche. Der Chor „Gospelchor in Motion“ und der Posaunenchor füllen das
Kirchengebäude mit schwungvoll festlicher Musik. Das lockt auch viele auswärtige Besucher an.
Zufrieden sind der katholische Pfarrer Gerald Harringhaus und der evangelische Pfarrer Werner Nicolai am Samstagabend mit dem Verlauf der Geseker Nacht der offenen Kirchen. „Es läuft alles rund. Bislang sind sehr viele Besucher da gewesen“, ziehen die beiden Geistlichen eine erste positive Bilanz.

Quelle/Verfasser: Geseker Zeitung

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