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Saufgelage an den Kirchen
Heimische Pfarrer sind frustriert und verärgert: „Marktplatz in Müllplatz umbenennen“

Geseke, 16. April 2009. Ärger über Lärm, Müll und regelmäßige Saufgelage herrscht momentan in den Kirchengemeinden St. Petri und St. Cyriakus. Als abschreckend und alarmierend empfinden Stadtpfarrer Uwe Schläger und sein Amtskollege Gerald Haringhaus (St. Cyriakus) das, was sich in den vergangenen Nächten rund um die Gotteshäuser der Kirchengemeinden abgespielt hat. Oft bis zu 30 Jugendliche, laut Haringhaus und Schläger teilweise sogar Elf- und Zwölfjährige, nutzen in diesen Ferientagen das schöne Frühlingswetter, um sich zwischen Marktplatz und Stadtkirche oder am Geseker Teich im Schatten der Stiftskirche Abend für Abend zum gemeinsamen Saufgelage zu treffen. Besonders heftig war es am Osterwochenende. Leere und zerbrochene Schnapsflaschen, ausgelaufene Eistee-Tüten, verschleppte Bänke, Urin-Spuren in Kellereingängen, Farbe an der Kirchenmauer - die Liste der Hinterlassenschaften war im Umfeld beider Gotteshäuser lang. Beide Pfarrer konnten es sich deshalb nicht verkneifen, am Sonntag in ihren Osterpredigten auf diesen Missstand hinzuweisen. „Man sollte den Marktplatz in Müllplatz umbenennen“, erklärte etwa Uwe Schläger.
Mittlerweile ist es schon soweit gekommen, dass die Außenanlagen der Stiftskirche jeden Morgen gereinigt werden müssen. „Wenn wir Glück haben, sind wir damit nach einer halben Stunde fertig, oft dauert es aber auch länger“, erzählt Haringhaus. In der St.-Petri-Gemeinde mussten unlängst sogar die Messdiener früher aufstehen, um vor den Gottesdiensten den Kirchplatz vom Unrat zu befreien. „Das wirft doch sonst ein schlechtes Bild auf die Kirchengemeinde und auch auf die Stadt“, betonte Schläger.
Der Stadt Geseke ist das Problem sehr wohl bewusst. Hauptamtsleiter Hermann Schumacher kündigte deshalb gestern im Gespräch mit unserer Zeitung verstärkte Kontrollen des Ordnungsamtes und der Polizei an. „Wir müssen versuchen, die Randalierer auf frischer Tat zu ertappen“, erklärte Schumacher. Und auch der Vorschlag des Bürgermeisters, einen städtischen Wachdienst einzurichten, stehe nach wie vor zur Debatte.

Quelle/Verfasser: Geseker Zeitung / Friedrich

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