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14 000 Katholiken bilden bald einen Pastoralverbund
Die „Perspektive 2014“ des Erzbistums Paderborn nimmt in der Geseker Kernstadt und in den Ortsteilen schon jetzt ganz konkrete Formen an

Geseke, 15. Februar 2009. Die Ziele des Erzbistums sind klar umrissen: Die Zukunftsfähigkeit der Pfarrgemeinden in der sich wandelnden Gesellschaft soll gestärkt, die Planungs- und Struktursicherheit für den Zeitraum bis 2030 gewährleistet werden. Im Bereich der Diözese sollen in den kommenden Jahrzehnten die insgesamt 213 Pastoralverbünde auf nur noch 100 reduziert werden (wir berichteten auf unserer Kreis-Seite). In Geseke und in den Ortsteilen werden die Konsequenzen der so genannten „Perspektive 2014“ des Erzbistums Paderborn wohl besonders schnell spürbar. Voraussichtlich schon im kommenden Jahr, so der Plan, soll die pastorale Organisation der sechs Pfarrgemeinden im Stadtgebiet zentral gesteuert werden. 14 000 Katholiken - 9500 aus dem Pastoralverbund Geseke-Stadt und 4500 aus dem Pastoralverbund Geseke-Land - sind dann in einem großem Pastoralverbund zuhause. „Dass die Fusion irgendwann kommt, war klar. Dass es aber jetzt so schnell geht, hat mich schon ein wenig überrascht“, gab Pfarrer Thomas Schmidt (Leiter des Pastoralverbundes Geseke-Land) gestern im Gespräch mit unserer Zeitung zu. Doch es geht noch weiter: Wie Stadtpfarrer Uwe Schläger und Gerald Haringhaus, Pfarrer von St. Marien und St. Cyriakus, berichteten, wird es voraussichtlich 2021 zur Fusion mit Erwitte kommen. Insgesamt 24 000 Katholiken würde dann der Pastoralverbund Geseke-Erwitte zählen.
Für Schläger, Haringhaus und Thomas Schmidt ist das allerdings noch Zukunftsmusik. „Uns interessiert momentan nur die Fusion innerhalb der Stadt“, sagt Schläger. Am Herzen liegt den drei Pfarrern diesbezüglich vor allem die inhaltliche Ausgestaltung des neuen Konzeptes. Diese kann laut Haringhaus in den kommenden Monaten und Jahren nur in enger Absprache mit den einzelnen Pfarrgemeinden erfolgen.
Zur Debatte stehen dabei drei vom Erzbistum vorgegebene Modelle: die Kooperation selbständiger Pfarreien (A), das Kirchspielmodell (B) oder der Zusammenschluss zu einer großen Pfarrei (C). So oder so: „Es kommt auf jeden Fall mehr Verantwortung auf die Gemeinden zu. Das Ehrenamt wird noch wichtiger“, ist sich Schläger in diesem Zusammenhang sicher.
Gut aufgestellt sehen sich diesbezüglich beide Pastoralverbünde. „Das Kirchturmdenken haben wir ohnehin längst abgelegt. Wir gehen gestärkt in diesen Prozess hinein“, machte etwa Markus Smolin, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Störmede deutlich. „Wir müssen halt sehen, dass wir zukünftig nicht in jeder Gemeinde das Gleiche machen, sondern dass sich die Angebote ergänzen“, schlug Schmidt in die gleiche Kerbe. „Angebote wie den Geseker Taizé-Kreis oder unser Caritas-Projekt ´Zwei Stunden Zeit´ könnten doch dann auf den gesamten Verbund ausgedehnt werden“, führte der Störmeder Pfarrer gleich zwei Vorschläge an.
Wie sich die Fusion letztendlich auf die Personalsituation auswirken wird, ist derweil noch völlig offen. „Wenn der große Pastoralverbund aktiv wird, kann es rein von der Funktion her keine drei Pfarrer mehr im aktiven Dienst geben“, so Haringhaus. „Für uns kann das alles bedeuten. Ob es zu Versetzungen kommt oder ob zwei von uns als Pastöre im Pastoralverbund fungieren, wird sich zeigen“, führte er fort. „Verschiebungen innerhalb der Zuständigkeiten wird es in jedem Fall geben“, ergänzte Schmidt.
Unsicherheit ist nach Angaben der Geistlichen auch bei den Gemeindemitgliedern zu spüren. Dennoch sehen alle drei Pfarrer zuversichtlich in die Zukunft. „Es muss eine gesunde Balance geben zwischen Zentralität und Förderalismus. Viele Dinge werden dann organisch wachsen“, glaubt Haringhaus. „Voraussetzung ist aber, dass sich die Menschen bewegen“, so Schmidt abschließend.

Quelle/Verfasser: Geseker Zeitung / Dominik Friedrich

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