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Langsam bröselt der Stein
Die Planung ist abgeschlossen, der Turm eingerüstet: Die 900 000 Euro teure Restaurierung der Stiftskirchen-Außenfassade beginnt in den nächsten Tagen

Geseke 28. Mai 2008. Die Stadtkirchengemeinde St. Petri hat es in den vergangenen Jahren vorgemacht. Jetzt zieht die Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus nach: Mit einer aufwendigen Außenrenovierung soll das Mauerwerk des denkmalgeschützten Gotteshauses jetzt langfristig gesichert werden. Seit Jahren schon bröseln die Steine aus dem Mauerwerk der im zehnten Jahrhundert errichteten Kirche. Risse weiten sich durch Umwelteinflüsse in immer stärkerem Maße aus. Seit 2003 schon drehen sich deshalb die Gedanken der Gemeindemitglieder um die Renovierung der in die Jahre gekommenen Außenfassade. Besonders eingesetzt für den Erhalt des Gotteshauses hat sich in dieser Zeit die Stiftsbauhütte, ein informeller Zusammenschluss von Personen, die sich ideell und finanziell für dieses Ziel engagieren.
Nach Jahren des Spenden-Sammelns und des Planens ist es deshalb jetzt an der Zeit, mit den Bauarbeiten zu beginnen. Seit einigen Tagen schon rüsten Handwerker den großen Westturm ein. In 14 Tagen, so der Zeitplan, startet dann die eigentliche Sanierung. Eine Fachfirma (Pfarrer Gerald Haringhaus: „Die hat schon Erfahrung am Brandenburger Tor gesammelt“) wird dann lose Steine aus dem Mauerwerk herausschlagen, wo notwendig, neue Steine einsetzen und schließlich die Fassade mit einer mehrlagigen Schlämmschicht aus Kalk verputzen. Die Schicht soll allerdings so dünn sein, dass die alte Steinstruktur des Mauerwerks sichtbar bleibt. „Die Baugeschichte der Kirche bleibt somit erhalten“, erklärt Haringhaus. Nach der Sanierung des Westturms - hier wird auch eine neue Verbretterung in den Schalllücken und ein Taubenschutz angebracht - folgt noch in diesem Sommer in einem zweiten Bauabschnitt die Sanierung der Nordseite. Und wenn das Wetter mitspielt, ist ebenfalls noch in diesem Jahr die Restaurierung der Osttürme und des Chorbereiches geplant. Die Renovierung des Mauerwekrs im Innenhof und daran anschließend die Instandsetzung der Außenanlagen (u.a. Erneuerung der Wege) sollen schließlich im kommenden Jahr den Abschluss der Bauarbeiten bilden.
Die Kosten für die Maßnahmen (ohne Außenanlagen) beziffert Haringhaus auf rund 900 000 Euro. Das Erzbistum übernimmt 600 000 Euro. Den Rest muss die Kirchengemeinde aufbringen. Und da durch die Aktionen der Stiftsbauhütte, durch Einzelspenden und durch Kollekten „erst“ 100 000 Euro zusammengekommen sind, hofft der Pfarrer auf weitere Unterstützung aus der Geseker Bevölkerung.

Quelle: Geseker Zeitung

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