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Das Erzbistum zeigt sich dem neuen Erzbischof
Stimmungsvoller und informativer Festakt zur Amtseinführung
Großer Zuspruch von Staat, Stadt und den katholischen Laien

Geseke, München 02. Februar 2008. Mit einem stimmungsvollen und zugleich informativen Festakt präsentierte sich zur Amtseinführung des neuen Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Marx, das mit 1,82 Millionen Katholiken mitgliederstärkste bayerische Bistum. Die vom St. Michaelsbund konzipierte und von Ulrich Harprath moderierte Veranstaltung ließ die vielschichtige, weiträumige und in drei Seelsorgsregionen gegliederte Erzdiözese mit zahlreichen religiösen, sozialen und kulturellen Ereignissen, Aktivitäten und Einrichtungen Revue passieren.

Bei dem Festakt wurden auch mehrere Grußworte an Erzbischof Marx gerichtet. Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sprach von einem offenen und vertrauensvollen Umgang, der in Bayern das Verhältnis von Kirche und Staat präge. Dies sei für alle Menschen im Freistaat wichtig. Er empfahl Marx, dem guten Beispiel des Amtsvorgängers Kardinal Friedrich Wetter zu folgen, der wie kaum ein anderer Seelsorger die Gläubigen gekannt und in ihren Herzen einen festen Platz habe. Marx werde sicher in Bayern Wurzeln schlagen. Direkt an den Erzbischof gewandt sagte der Ministerpräsident: „Es wird nicht lange dauern, bis Sie ein echter Bayer sind.“

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude bezeichnete es als glückliche Fügung, dass der Amtswechsel von Wetter zu Marx in das Jahr der 850. Wiederkehr des Stadtgeburtstages falle. Er danke für den Beitrag der katholischen Kirche zum sozialen Frieden in der bayerischen Landeshauptstadt. Ohne diesen Beitrag wäre das soziale Klima kälter. In diesem Kontext würdigte der Oberbürgermeister auch, dass Marx die Kollekte beim Gottesdienst zu seiner Amtseinführung für die Wiedereingliederung straffällig gewordener Jugendlicher bestimmt habe. So zeige sich die Kirche den Menschen nahe und sei der Zeit voraus.

Der Dompropst des Metropolitankapitels, Weihbischof Engelbert Siebler, erinnerte daran, dass heute in der Großstadt München auch viele Menschen lebten, die nicht wüssten wer Gott und was das Zentrum des christlichen Glaubens sei. Entsprechend einer Aufforderung der Deutschen Bischofskonferenz müsse die Kirche lernen, auch Erwachsene in ihren Reihen willkommen zu heißen. Dieser neuen Herausforderung müsse sich die Seelsorge stellen. Es gebe nicht nur „katholische Schäfchen“, sondern die ganze Bandbreite von Menschen. Er sei zuversichtlich, dass der neue Erzbischof mit der christlichen Botschaft auch diese Bandbreite erreichen könnte, sagte Siebler.

Dem Aufruf von Erzbischof Marx zur Neuevangelisierung, den er bereits bei seinem Empfang auf dem Münchner Marienplatz am 30. Januar an die Gläubigen gerichtet hatte, erwiderte der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums, Professor Alois Baumgartner. Für die vielen tausende ehrenamtlich bei der Gestaltung des kirchlichen Lebens in Pfarrgemeinden und kirchlichen Verbänden wirkenden Frauen und Männer im Erzbistum wolle er versichern: „Wir helfen mit.“ Allerdings rüttele der Aufruf zur Evangelisierung auch an der Zufriedenheit mit einer etablierten Kirche, die überall dabei sei, aber niemanden mehr behellige. Wie Weihbischof Siebler sagte auch Baumgartner, die Kirche müsse zu dem Punkt vorstoßen, wo Menschen innerhalb und außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft ihr Leben planen und gestalten.

Generalvikar ernannt und Offizial bestätigt
In einem Schlusswort bedankte sich Erzbischof Marx. Er bekannte, der Wechsel von Trier nach München, der Empfang und die Amtseinführung im Erzbistum seien ihm doch „an die Nieren und ans Herz“ gegangen. Er sei gerührt und bewegt durch die herzliche Aufnahme. Ihm sei bewusst, dass er die neue Heimat in Bayern erst kennen lernen müsse. Dazu sei ihm der herzliche Einstand eine große Erleichterung. Er bot allen, nicht nur Katholiken, sondern auch den Christen anderer Konfession wie auch Nichtchristen und solchen, die die Kirche suchten, den Dialog an. Der Erzbischof gab bei dieser Gelegenheit auch bekannt, dass er Domkapitular Robert Simon (70), seit 1990 Generalvikar von Kardinal Wetter, auch zu seinem Generalvikar ernannt und Domdekan Lorenz Wolf (52), seit 1997 Offizial der Erzdiözese, in diesem Amt bestätigt habe.

Quelle: Pressestelle Erzbistum München

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