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Im Auto bereits die Bayernhymne gelernt
Reinhard Marx, zukünftiger Erzbischof von München und Freising, wird am 2. Februar in sein Amt eingeführt

Geseke / München, 07. Dezember 2007.Noch vor Beginn der Fastenzeit werden Nägel mit Köpfen gemacht. Der Bischof von Trier und ernannte Erzbischof von München und Freising, Prof. Dr. Reinhard Marx, wird am Fest Mariä Lichtmess, Samstag, 2. Februar, offiziell in sein neues Amt eingeführt. Das bestätigte die Pressestelle des Erzbistums München-Freising gestern Nachmittag auf Anfrage unserer Zeitung. Das feierliche Pontifikalamt findet nach Angaben der Pressestelle um 9.30 Uhr im Münchener Liebfrauendom statt. Die Verabschiedung in Trier ist am 26. Januar geplant. Ende Januar, der genaue Termin steht noch nicht fest, wird Marx dann den im Bayern-Konkordat von 1924 vorgeschriebenen Eid vor dem bayerischen Ministerpräsidenten leisten. Wie auch seine Vorgänger wird der gebürtige Geseker an diesem Tag festlich im Erzbistum eingeholt. Dabei wird ihn sein Weg zur Patrona Bavariae, der Mariensäule auf dem Marienplatz im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt, führen.
Auch in Geseke können die Planungen jetzt vorangetrieben werden. Fest gebucht ist der 2. Februar bereits bei der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. „Wir werden an diesem Tag auf jeden Fall in München sein“, versprach der Oberst der St. Sebastianer, Dr. Friedel Bergmann, gestern Nachmittag. Auch Bürgermeister Franz Holtgrewe hat sich den Termin bereits dick im Kalender angestrichen. „Erst haben wir an Weiberfastnacht den Hexensturm aufs Rathaus, dann folgt zwei Tage später die Inthronisierung Marx' in München“, freut sich Holtgrewe auf kontrastreiche und spannende Tage im neuen Jahr.
Bekannt gegeben wurde der Tag der offiziellen Amtseinführung gestern bei Marx' erstem offiziellen Besuch in München, den der 54-Jährige dazu nutzte, mit seinem Vorgänger, Kardinal Friedrich Wetter, über inhaltliche und technische Einzelheiten der Übergabe zu sprechen.
Zeit nahm sich der zukünftige Erzbischof von München und Freising aber auch für ein persönliches Gebet im Freisinger Mariendom, der Konkathedrale des Erzbistums, vor dem Schrein des Heiligen Korbinian, der im achten Jahrhundert als Bischof in Bayern wirkte. „Heiliger Korbinian, ich bitte dich um Fürsprache für meinen zukünftigen Dienst in diesem Erzbistum als dein 73. Nachfolger. (...) Hilf mir, meinen Dienst in Bayern zu tun, in diesem Erzbistum. Als einer, der von Westfalen kommt, aus einer anderen Gegend, der eine andere Heimat hatte. Hilf mir durch deine Fürbitte, hier Heimat zu finden“, lauteten die Worte, die Marx vor dem Schrein sprach.

„Abschied wird schmerzhaft“

„Ich nehme diese Aufgabe mit ganzem Herzen an, auch wenn der Abschied noch einmal schmerzhaft sein wird“, öffnete sich Marx dann auch den anwesenden Medienvertretern. Auch wenn ihm der Abschied von Trier schwer falle, freue er sich auf München. „Das Fremdeln wird auch schnell vergehen“, sagte er. „Ich bin ja nicht in der Mongolei hier.“ Das Amt als Bischof sei eine Lebensaufgabe, die er mit vollem Herzen erfüllen wolle.
Auch die Bayernhymne habe er schon im Auto auswendig gelernt, erklärte aber zugleich: „Ich finde, man sollte es nicht übertreiben.“ Eine Eingewöhnungszeit von ein bis zwei Jahren wolle er sich gönnen“, sagte der Sohn der Stadt Geseke abschließend.

Quelle: Geseker Zeitung

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