Bischof Marx:
Berufung zum Münchner Oberhirten ist "große Ehre"
Geseke,
01. Dezember 2007.
Die Ernennung zum neuen Erzbischof von München-Freising ist für den
Trierer Bischof Reinhard Marx "eine große Ehre". "Ich habe Zuversicht,
dass ich mit großer Offenheit in die neue Aufgabe hineingehen werde",
sagte Marx am Freitag nach der offiziellen Bekanntgabe seiner Ernennung im
Bischofshof in Trier.
Mit der Berufung des Papstes, die ihm seit zwei Wochen bekannt sei, habe
er nicht gerechnet. "Es war schon überraschend für mich", sagte der
54-jährige Westfale. Marx wird voraussichtlich im Februar die Nachfolge
von Kardinal Friedrich Wetter (79) antreten. Der Abschied vom Bistum Trier
falle ihm jedoch auch schwer: "Ein bisschen traurig und wehmütig bin ich
schon." Sechs Jahre Bischof in Trier zu sein, sei "eigentlich zu kurz". Er
hoffe, dass "die Menschen im Bistum München-Freising mich offen
aufnehmen", sagte der designierte Münchner Oberhirte. Er hoffe auch, dass
die Bayern "auch einen Westfalen gut akzeptieren können".
Marx, der seit Ostern 2002 Bischof im bundesweit ältesten Bistum Trier
ist, gilt als ausgewiesener Sozialethiker und einer der profiliertesten
deutschen Kirchenführer. Am Mittwoch war der Name des gebürtigen Westfalen
als Nachfolger von Wetter durchgesickert. Bereits vor der offiziellen
Bestätigung hatte die Ernennung von Marx in Kirchenkreisen großen Zuspruch
ausgelöst.