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Ehemaliges Damenstift steht bei Museen hoch im Kurs
Kloster Dalheim und Ruhr-Museum sind an Dauerleihgaben interessiert. Pfarrer Gerald Haringhaus steht in enger Verbindung mit Einrichtungen

Geseke, 30. Juni 2007. Das frühere Damenstift Geseke rückt immer mehr in den Fokus überregionalen öffentlichen Interesses. Ausstellungen und Museen wie das Kloster Dalheim und das Ruhr-Museum in Essen zeigen nämlich lebhaftes Interesse an Exponaten, die aus der früheren Geseker Einrichtung stammen.Handgeschriebene Chorbuch - Exponate, die zwischen 1721 und 1731 für das Damenstift gefertigt wurden und die u.a. Gesänge für Messfeiern und Stundengebete beinhalten, haben bereits im Kloster Dalheim und damit in Europas erstem Museum für Klostergeschichte Einzug gehalte. Schon bald könnten weitere Details aus dem Stifts-Fundus Einzug als Dauerleihgaben im neu zu konzipierenden Ruhr-Museum Essen halten.
Diese Einrichtung, die bislang Ruhrlandmuseum hieß, entsteht im Zuge einer räumlichen Umsiedlung in die ehemalige Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Schacht XII. Sie wird vom Land NRW, vom Landschaftsverband Rheinland, von der Stadt Essen sowie vom Bundesbeauftragten für Kultur und Bildung als Regionalmuseum für die Geschichte des Ruhrgebietes konzipiert. In den Museums-Planungen aber spielt der relativ vollständige Überblick über die vormoderne Geschichte der gesamten Region eine große Rolle. Genau deshalb soll sich eine Dauerausstellung der besonderen Bedeutung von Klöstern und Stiften widmen. Dabei ist der Blick auch auf das ehemalige Damenstift Geseke gefallen.

Erste Vorgespräche haben stattgefunden

Der Historiker Dr. Ralf Molkenthin aus Bochum, der im Auftrag des Ruhr-Museums handelt, besuchte Pfarrer Gerald Haringhaus. Molkenthin ließ sich u.a. zwei der insgesamt vier Chorbücher zeigen.
In einem an Pfarrer Haringhaus gerichteten Schreiben haben Professor Dr. Ulrich Borsdorf als Gründungsdirektor und Heinrich Theodor Grütter als Projektleiter im Zusammenhang mit dem Molkenthin-Besuch bereits kurz nach der Visitation zum Ausdruck gebracht, dass die neue Einrichtung gern das Weihrauchschiffchen (gestiftet von der Äbtissin Marie Padberg, 18. Jahrhundert) und/oder den Messkelch (Geschenk an den letzten Kanoniker des Geseker Damenstiftes, 19. Jahrhundert) aus Geseke ausleihen würden.
Bislang waren im Ruhrlandmuseum in erster Linie technische Dinge gezeigt worden. Jetzt aber soll die Palette im künftigen Ruhr-Museum nicht nur regional, sondern auch thematisch ausgeweitet werden.
„Dabei ist offenbar das Interesse des Museums bis in unsere Region, die historisch ja Verbindung Richtung Köln unterhielt, geweckt worden“, meinte dazu Pfarrer Haringhaus: „Aus diesem Grunde sind wir um Hilfe bzw. Bereitstellung der Dauerleihgaben gebeten worden“.
In dem besagten Gespräch zwischen dem Geseker Geistlichen und dem Historiker ist es nicht nur um die Chorbücher und die liturgischen Geräte gegangen. Es wurde auch über die Arm-Reliquie aus der Franziskanerkirche, ein Haarnetz aus dem 13. Jahrhundert und andere Dinge, die an die Geschichte des ehemaligen Stiftes erinnern, gesprochen.
„Dr. Molkenthin hat in jedem Falle lebhaftes Interesse am ehemaligen Stift und dessen Historie gezeigt“, so Pfarrer Haringhaus, der gleichzeitig ankündigte, dass es noch weitere Verhandlungen geben dürfte. Er verwies erneut auf die aktuelle Korrespondenz. Außerdem müsse er sich vor einer Ausleihe ohnehin „Grünes Licht“ aus Paderborn vom dortigen Erzbistum einholen.
Pfarrer Gerald Haringhaus wies schließlich schon jetzt auf den 9. September, den „Tag des offenen Denkmals“ hin. Die Stiftskirche wird um 14 und um 16 Uhr Führungen anbieten. Ab 20 Uhr gibt es dazu Bildprogramme, die sich mit Hochaltären befassen und Darstellungen zu diesem Thema mit Wort und Musik begleiten.

Quelle: Geseker Zeitung

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