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Viel Interesse an Glocken-Vielfalt
Wanderung führte zu Geseker Läutwerken. Experten erzählten individuelle Geschichten

Informativ war Gesekes erste Exkursion, die gezielt zu Kirchenglocken führte.Geseke, 15. Mai 2007. Was die Glocke geschlagen hat, konnten die Teilnehmer der Glockenwanderung in Geseke jetzt hautnah und mit allen Sinnen erleben, denn Pfarrer Gerald Haringhaus führte „Glockenwanderer“ aller Altersgruppen und begleitet von Glockenkundler Markus Irrgang aus Oberhausen zu fast allen Geläuten der Hellwegstadt. „Bei unserem Rundgang durch Geseke wollen wir heute in erster Linie die Glocken zu Wort kommen lassen“, hatte Pfarrer Haringhaus die Teilnehmer der ungewöhnlichen Exkursion zunächst am „Haus Maria“ willkommen geheißen und erklärt, dass Glocken heute nur noch zu kirchlichen Zwecken läuteten, früher aber auch bei Brand- und Kriegsgefahr eingesetzt wurden.
Zum Einsatz kam dann zu Beginn der Wanderung die Glocke des Seniorenheims „Haus Maria“, die noch von Hand betrieben werden muss.
Zweite Station der Reise war dann der Friedhof der Hellwegstadt, dessen Geläut nicht unbedingt gute Gefühle bei den Zuhörern weckte. Weiter ging es zur Stadtkirche. Hier wurde die 2 600 Kilogramm schwere Petrusglocke neben der Josefs-, Marien-, Camillus-, Schinken- und Silberglocke zu Gehör gebracht. Neben der Hl.-Geist-Glocke mit dem Baujahr 1397, das berichtete Irrgang seinen Zuhörern, stelle die Marienglocke aus dem Jahr 1523 das zweitälteste Geläut der Hellwegstadt dar.
Im Jahr 1674, so der Glockenexperte weiter, sei die Josephsglocke der Stiftskirche entstanden, die jedoch unbeweglich im Glockenstuhl hänge und zur Zeit nicht genutzt werde. Ganz im Gegensatz zu der Martinus-, Cyriakus-, Marien- und Godehardglocke, die alle im Jahr 1948 als Sonderbronzeglocken entstanden seien und deshalb über eine gute Resonanz verfügen würden.
Auch in St. Marien, in der ehemaligen Klosterkirche St. Johannes Baptist, im Hl. Geist-Hospital und in der Martin-Luther-Kirche wurden im Rahmen der Glockenwanderung die Glocken in Schwung gebracht. Jung und Alt lernten eine Menge über die Glockengießerei, die Legierungen, die Tonhöhen, die Disponierungen und eben den besonderen Ton, den jede Glocke in sich hat und der sich erst im menschlichen Ohr, so der Experte Irrgang, richtig entwickle.

Quelle: Geseker Zeitung

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