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Der Lobetag bedeutet Zusammenhalt
Prozession als Symbol der Dankbarkeit. Pfarrer Haringhaus übte in Predigt moralische Kritik

Am Steintor war die erste Station der Prozession. Die Gläubigen dankten Gott für seinen Schutz. Foto: SchamoniGeseke, 30. April 2007. Geseke hatte großes Glück. Als im Dreißigjährigen Krieg Herzog Christian von Braunschweig über das Land wütete, wurde die Hellwegstadt nicht zerstört. In Paderborn klaute der Feldherr den „Liborischrein“, in Lippstadt bezog er Hauptquartier, verschonte selbst Soest nicht, obwohl sich die Stadt einen teuren Schutzbrief erkaufte. Nur Geseke konnte der „Tolle Christian“ nicht erobern, die Abwehr war stärker. Dankbarkeit braucht Symbole und Rituale. Deswegen findet jedes Jahr die Lobetagsprozession über die Wälle statt, um Gott dafür zu preisen, dass er „die Hand über uns gehalten hat.“ Zahlreiche Gläubige, die Kommunionkinder, Fahnenabordnungen der Vereine, die Osthofe der St. Sebastianer sowie die Stadtkapelle begleiteten am Sonntag die Prozession.
Mit seiner kritischen, beeindruckenden Predigt ließ Pfarrer Gerald Haringhaus die Zuhörer aufhorchen. Gemeinsam stark zu sein, zusammenzuhalten, füreinander etwas erreichen - das bedeute der Lobetag. „Und wie sieht es heute in unserer Gesellschaft, wie sieht es in Geseke aus?“ fragte Haringhaus. Er übte Kritik daran, dass Kindergärten wie Unternehmen seien, betriebswirtschaftlich kalkulieren müssten. Deswegen werden Gruppen geschlossen, sollten noch mehr Kinder noch früher in den Kindergarten, damit das „Unternehmen“ finanziell auf der sicheren Seite stehe. „Pädagogischen Blödsinn“ nannte Haringhaus dieses Prinzip. Dabei habe Geseke aktuell das umgekehrte Problem: „Es fehlen uns Kinder für die Plätze.“ Moralische Kritik übte er an „Rotlicht-Nestern“ in Geseke - die Gerüchteküche brodelt schon länger.
Zusammenhalten, sich Herausforderungen stellen: Der Lobetag habe gezeigt, dass es klappen kann. „Denn Gottes Zusage verlieren wir nie.“ Im Anschluss fand ein Frühschoppen im Innenhof der Stiftskirche statt, bei dem es durch die nachhaltige Predigt sicherlich viel Gesprächsstoff gab.

Quelle: Geseker Zeitung

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