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Kunst im Stift
 


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Seniorenfrühstück ist seit zehn Jahren eine feste Einrichtung
"Wo man sich trifft, plaudert und Freundschaft pflegt"

Geseke, 7. Juni 2006. "Diese Käseplatte kommt auf den mittleren Tisch". Ingrid Surau ist mit ihren vier Helferinnen streng. Mit Argusaugen achtet sie darauf, dass alles richtig läuft. Nur sie weiß, an welchem Tisch besonders viel Wurstaufschnitt und an welchem mehr Käse gegessen wird. Wenn es um das monatliche Seniorenfrühstück im Pfarrsaal der Geseker Stiftskirche geht, kennt sie kein Pardon. Auch sich selbst gegenüber nicht. Seit kurz nach sechs Uhr in der Frühe steht Ingrid Surau allein in der kleinen Küche neben dem großen Saal und bereitet alles für das große Frühstück vor. Sie dekoriert liebevoll die Aufschnittplatten, damit auch "das Auge etwas davon hat" und kocht den Kaffee. Zuvor schon hat sie den Aufschnitt und ein paar Körber voller Brötchen eingekauft, 80 an der Zahl.
Und am Abend hat sie mit den Helferinnen von der Evangelischen Frauenhilfe liebevoll die Tische eingedeckt. Jeder Senior, der kommt findet auf seinem Teller einen Schokoladenmaikäfer vor. "Schließlich ist Mai", sagt Ingrid Surau, "da passt der Maikäfer gut". Auch in den übrigen Monaten gibt es für jeden Rentner eine süße Kleinigkeit auf dem Frühstücksteller. Das ist der Gesekerin wichtig. Schließlich soll jeder, der den Weg in den Pfarrsaal findet, sich wohl fühlen. "Es soll ein bisschen ein Zuhause sein, wo man sich trifft, plaudert und Freundschaft pflegt."
Zehn Jahre organisiert sie mittlerweile ehrenamtlich das Seniorenfrühstück im Pfarrsaal. Und genauso lange kommen schon die meisten Senioren. Viel Herzblut habe sie in das Projekt gesteckt und natürlich auch Arbeit, sagt die ehrenamtliche Helferin, auch wenn sie von vier bis fünf Helferinnen von der kfd, der Caritas, der Ev. Frauenhilfe oder dem Ökumenischen Kreis unterstützt werde.

Lächeln der Senioren entschädigt den Aufwand

Doch das Lächeln der Senioren, ihre strahlenden Augen entschädigen sie für den Aufwand, den die Planung jedes Treffens braucht. Noch heute habe sie Schmetterlinge im Bauch, wenn sie die Senioren sehe. "Da habe ich vor zehn Jahren die richtige Entscheidung getroffen, als ich das Seniorenfrühstück ins Leben rief", meint sie, "obwohl das damals ja eine reine Bauchentscheidung war". Jeden zweiten Donnerstag im Monat beginnt das Frühstück pünktlich um 9:15 Uhr. Auch an diesem Donnerstag schaut sie auf die Uhr. Es ist 9:16 Uhr. "Ich komme zu spät", befürchtet sie und eilt in den Pfarrsaal, wo sie die Männer und Frauen mit einer locker fröhlichen Ansprache begrüßt. Dann schwärmen die vier Helferinnen los, um den Kaffee einzuschenken. Jede Helferin bewirtet dabei einen Tisch. Zwischen 40 und 50 Rentner bedienen die Helferinnen bei jedem Frühstück.
Vor zwei Jahren nahm Irmgard Ruhose beispielsweise zum ersten Mal am Seniorenfrühstück teil. Da war sie gerade nach Geseke gezogen und allein. "Meine Nachbarn haben mich mitgenommen", sagt sie, und auch heute noch sitzt sie beim Seniorenfrühstück neben ihren Nachbarn. "Ich fühle mich wohl hier und sehe viele bekannte Gesichter". Das findet sie schön. Immerhin seit zehn Jahren dabei sind Ursula Ostermann, Irene Lelleck und Anna Werminghausen. Sie haben sich damals beim Seniorenfrühstück kennen gelernt. "Seitdem sind wir Freunde", erklärt Irene Lelleck. Organisatorin Ingrid Surau freut sich, dass im Laufe der Jahre so viele Freundschaften entstanden sind. "Das zeigt doch, dass das Seniorenfrühstück lebt."
Info: Das nächste Treffen findet am 8. Juni statt.
 

Quelle: Wochentip

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