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www.stiftskirche-geseke.de
Sprechende
Heilige unterm künstlichen Sternenhimmel
Pfarrer Haringhaus und sein Team tauchten Kircheninneres in buntes Licht.
Heiligengeschichten und Musik rundeten die Sinneserfahrung ab
GESEKE
Haben Sie jemals die Stiftskirche so gesehen,
erlebt, gefühlt? Haben Sie jemals die Orgel rot leuchtend, die Gewölbe weiß
schimmernd und dann auf mal nur den Schein der Osterkerze erblickt? Dazu Stimmen
aus dem Off, Musik aus dem Nichts. Hatten Sie jemals in der Kirche solches
Herzklopfen? Faszination, Begeisterung, Berührtheit – einen Taumel der Gefühle
löste die Veranstaltung „Verklanglicht“ am vergangenen Wochenende aus. Pfarrer
Gerald Haringhaus und sein großes Team an Mitstreitern haben dieses besondere
Ereignis auf die Beine gestellt. Sie haben die Stiftskirche in Klänge und Farben
getaucht.Die Anspannung war den Organisatoren vor Beginn anzusehen. Wird alles
klappen? „Es gibt Momente, da kann man nichts mehr tun, da ist man ohnmächtig“,
meinte Pfarrer Haringhaus mit einem Schmunzeln. Wozu die Nervosität? Es war
großartig: Die Kirchendecke wurde zum Sternenhimmel. Die Heiligenfiguren an den
Wänden erstrahlten nacheinander und erzählten – sehr ansprechend in der Ich-Form
– ihre Geschichte. Es war stockfinster.
Auf
mal sah man nur die Osterkerze. Man hörte besinnliche Worte, nahezu zärtliche
Klavierklänge – ein ergreifender Moment. Heinrich Bergmann, Lehrer am Gymnasium
Antonianum, und eine Schüler-Gruppe waren die Stimmen aus dem Off. Für die
anspruchsvolle Technik zeichneten Tassilo Nolte und Matthias Steiling
verantwortlich.
Der Hintergrund der Veranstaltung ist die Renovierung der Stiftskirche, die mit
diesem Projekt ein Stück mehr realisiert wurde. Aber vielleicht gibt es noch
einen anderen Hintergrund: Kirche einmal anders zu präsentieren, modern und
historisch, nicht alltäglich, sie auf unnachahmliche Weise erfühlbar zu machen.
Eine Stunde dauerte das fast göttlich zu nennende Spektakel. Der letzte Ton, das
letzte Lichtbild. Dann endlich, die Anspannung war vorüber. Pfarrer Gerald
Haringhaus lächelte seinem Team zufrieden zu — ein wundervoll ansteckendes
Lächeln.
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