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"Für mich ist
ein Vater gestorben"
Bischof Dr. Reinhard Marx zum Tode von Papst Johannes Paul II.
GESEKE
/ TRIER. "Für mich ist ein Vater gestorben. Papst Johannes Paul II. war eine
charismatische Persönlichkeit. Er war authentisch. Jeder hat gespürt, dass er
das glaubt und lebt, was er sagt." Mit diesen Worten hat der aus Geseke
stammende Trierer Bischof, Dr. Reinhard Marx, am 3. April bei einem feierlichen
Gottesdienst im vollbesetzten Trierer Dom des verstorbenen Papstes Johannes Paul
II. gedacht.
Bischof Marx sagte weiter, dass der Heilige Vater ein Diener der Einheit in der
Vielfalt gewesen sei und habe zuletzt auch ein Zeugnis des Sterbens gegeben.
Der Bischof lud die Gläubigen des Bistums ein, für den Verstorbenen zu beten. Im
Trierer Dom fand am Dienstag, 5. April, um 19 Uhr ein besonderes Totengebet
statt. Heute wird ebenfalls um 19 Uhr ein feierliches Requiem mit Bischof Marx
im Dom gefeiert.
Am Rande des Gottesdienstes unterstrich Bischof Marx, dass Johannes Paul II. ein
großer Zeuge des Glaubens gewesen sei. Selbst im Sterben habe er die Menschen
noch über alle Kontinente hinweg zusammengeführt. "Ich kenne keinen Menschen in
der Weltgeschichte, der so viele Menschen zusammengeführt hat, wie der
verstorbene Papst", sagte Bischof Marx.
Gerade auch im Zugehen auf andere Religionen habe der Verstorbene hohe Barrieren
überwunden. Er persönlich erlebe den Tod von Johannes Paul II. wie den eines
Familien-Angehörigen: "Für mich ist ein Vater gestorben."
Bischof Marx sagte, dass er Papst Johannes Paul II. nie als streng, sondern
immer nur als konsequent, ruhig, menschenfreundlich, zugewandt und humorvoll
erfahren habe.
An den Nachfolger, so Bischof Reinhard Marx, seien die Erwartungen unendlich
hoch. Nationalität, Alter oder Hautfarbe spielten bei der Wahl sicher keine
Rolle. Wichtig sei vielmehr, dass auch der nächste Papst den Dienst an der
Einheit wahrnehme und die Kirche zusammenführe.
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